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Lecker Metropolitaner

October 6th, 2009

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“Liebe geht durch den Magen”, sagt man – und da ist was dran. Dieser Meinung ist auch die Metropolregion Rhein-Neckar, die in diesen Tagen einen Werbeträger der ganz anderen Art vorstellt: den “Metropolitaner”. Ein Stück Gebäck, das es in dieser Form noch nie gab. Eine Neu-Kreation, die sich im Verlauf der letzten etwa anderthalb Jahre gegen Dutzende andere in mehreren Probier-Runden unter Experten durchsetzte. Ein Schoko-Rührteig mit Mandeln und Cranberries, unten dran ein Schoko-Fuß und obendrauf ein Marzipan-Blättchen mit dem Logo der Metropolregion. Mehr ist über das Rezept nicht zu erfahren. Es ist geheim und noch dazu markenrechtlich geschützt, ebenso wie der Name “Metropolitaner” selbst. Nach einer Verkostung würde ich sagen: Irgendwas Zimtiges könnte noch drin sein, ein bisschen Orangeat vielleicht – aber das ist eine reine Mutmaßung. Lecker ist er in jedem Fall, der Metropolitaner, der aussieht wie ein in eine Dreiecksform gepresster Muffin. Was im Prinzip sogar stimmt, denn eigens für den Metropolitaner bietet der Back-Großhandel jetzt Silikonformen in Delta-Form an, die künftig in den Bäckereien der Region zum Einsatz kommen sollen. Etwa ab November wird der Metropolitaner flächendeckend erhältlich sein. Noch ist es schwierig, das neue Gebäck zu probieren: Die erste größere Charge ging nämlich zunächst einmal nach München zum Auftritt der Metropolregion auf der Gewerbeimmobilienmesse “Expo Real”.

Am Ende muss wohl jeder selbst herausfinden wie das neue Stückchen Kuchen für ihn schmeckt: Für mich war er würzig wie “Mannemer Dreck”, sättigend wie ein “Woiknorze” und süß wie ein “Heidelberger Studentenkuss”. Eine feine Melange, sicherlich kalorienreich. Die Rezeptur verspricht, dass sich ein Metropolitaner zwei Wochen lang hält; daher eignet er sich auch als Geschenk, weshalb er auch in einer eigens designten Vierer- oder Zehnerbox zu kaufen sein wird. Und er kann sogar verschickt werden – aus der Metropolregion in die ganze Welt.

Mobilfunknetzbetreiberwerbestrategien mal so von außen betrachtet

August 1st, 2009

Da gibt es Vodafone. Der rote Riese launcht mit einem immensen Aufwand eine neue Kampagne: “Es ist Deine Zeit”. Irgendso ein Ding auf der Suche nach einem neuen Profil. Irgendwas, um die Generation Upload anzusprechen. Ob eben jene Generation versteht, was Vodafone von ihr will, nämlich Upload, weiß ich nicht. Das steht da nämlich nirgends. Dafür gibt’s jede Menge Beef von der Generation, die eh schon ständig uploadet. Ein Riesenstress, weil Kollege Lobo und Frau Schnutinger sich kommerziell hergeben. In einem TV-Spot, der aufwändig ist, aber für mich nur auf einer sehr metamäßigen Ebene irgendwas aussagt. Es gibt ein Blog, und in dem gibt es böse Kommentare, in denen es sich vor allem um fehlende Knöppe an einem Handy dreht, dessen Name schon fast nix mehr zur Sache tut. Es gibt auch eine lustige Veräpple der Vodafone-Kampagne, in der das Unternehmen Yodafone heißt und in der ein kleiner grüner Mann der Hero ist. Das ist lustig und viral, aber leider nicht beabsichtigt. Und ob das nun eine Konsequenz aus allem ist oder nicht: Im Fernsehen laufen jetzt Spots ohne Frau Schnutinger und ohne Herrn Lobo. Für ihn sitzt seit ein paar Tagen irgendein anderer Generation-Uploader im Bus, der in echt wahrscheinlich gar nicht zur Generation Upload gehört. Was aber auch nix zur Sache tut. Wahrscheinlich ist der umgeschnittene Spot kürzer, damit günstiger, war eh schon immer so geplant, und das dürfte dann auch die offizielle Erklärung dafür sein, dass die aktuellen Webzweinullies in der Kampagne keine so große Rolle mehr spielen. Schreib ich jetzt halt mal so. Ungeprüft.

Und was macht T-mobile? Zeigt in der Werbung ein iPhone. Schwarz auf weißem Grund. Mehr nicht. Noch Fragen?

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