Nun heißt dieses Blog ja “Deltanews” – also will ich Euch auch mit News aus dem Delta, sprich dem Rhein-Neckar-Dreieck (neusprech: Metropolregion Rhein-Neckar), versorgen. Hier kommt die erste Wochenzusammenfassung (aktuellste Regional-News gibt’s übrigens jederzeit im Nachrichtenticker auf der Startseite des Rhein-Neckar Fernsehens).
Blitzreise in die USA
Nur wenige Stunden dauerte die Reise der beiden Oberbürgermeister aus Mannheim und Heidelberg, Dr. Peter Kurz und Dr. Eckart Würzner, nach Washington. Dort führten die beiden Stadtoberhäupter Gespräche, um den Abzug der US Army aus den beiden Städten beeinflussen oder gar verhindern zu können. Ein Umzug der amerikanischen Streitkräfte nach Wiesbaden, wie er geplant ist, hätte weit reichende Folgen auf die Stadtentwicklung und die Wirtschaftskraft in der Region – immerhin leben zurzeit etwa 30.000 Amerikaner in der Region, die jedes Jahr rund 50 Millionen Euro hier ausgeben. In mehreren Runden mit kompetenten Gesprächspartnern machten die Oberbürgermeister im Pentagon ihre Standpunkte klar und sehen eine Argumentationslinie, die bei den amerikanischen Partnern auf Gehör stoßen könnte: Der Umzug der US Army ins Hessische kostet eine Milliarde Dollar – eine Summe, über die die neue US-Regierung in Zeiten der Wirtschaftsflaute durchaus zweimal nachdenkt, zumal der Umzug, der vor vier Jahren erstmals angekündigt wurde, die Streitkräfte nur um etwa 70 bis 80 Kilometer verlagert. Die Notwendigkeit der Verlagerung und ihr Nutzen könnte vor dem Hintergrund der Kosten also noch einmal auf den Prüfstand kommten. Alle Informationen, ein Interview mit Dr. Eckart Würzner und eine Einschätzung zu diesem Thema gibt es in diesem Video auf rnf.de.
Armes Ludwigshafen
Ludwigshafen ist so gut wie pleite: Die Stadt rast auf 1 Milliarde Euro Schulden zu. Und Besserung ist nicht in Sicht. Im aktuellen Haushalt klafft eine Lücke von rund 116 Millionen Euro. Schulen und Straßen müssten dringend saniert werden, das geht in diesen knappen Zeiten aber nicht. Der Investitionsstau summiert sich auf rund 260 Millionen Euro (zum Video).
Spuren der “Phantomfrau” in Mannheim gefunden
Die Polizei hat in einem Haus Mannheimer Ulmenweg DNA-Spuren der so genannten “Frau ohne Gesicht” gesichert. Ihr Genmaterial war bereits beim Heilbronner Polizistenmord sowie im Fall des Mordes an drei Georgiern sichergestellt worden. Darüber hinaus soll die Frau an mehreren Einbrüchen, unter anderem im Saarland, beteiligt gewesen sein. Insgesamt wird sie mit 38 Straftaten in Zusammenhang gebracht. Jetzt wurden ihre Spuren an einer Wohnungstür im Stadtteil Neckarstadt gefunden. Das Alter der gefundenen DNA ist unklar. Eine Personenbeschreibung existiert nach wie vor nicht. Die Polizei ermittelt unter anderem in Schaustellerkreisen, weil die Taten, an denen die Frau beteiligt gewesen sein könnte, in zeitlichem Zusammenhang mit Volksfesten stehen könnten. (zum Video)
Plädoyers im Georgier-Mordprozess
Im Prozess um drei ermordete Georgier hat der Staatsanwalt am Landgericht Frankenthal zwei Mal lebenslänglich beantragt. Gleichzeitig will er die besondere Schwere der Schuld festgestellt wissen. Für ihn sind die Angeklagten, ein Deutsch-Iraker und ein Somalier, voll schuldig, am 30. Januar die drei Männer in Heppenheim ermordet zu haben. Das Motiv sei Habgier gewesen. Die drei Männer führten mehr als 10.000 Euro für einen Autokauf bei sich. Die Angeklagten hatten sich mit ihren späteren Opfern verabredet, um ihnen einen Wagen zu zeigen, der angeblich zum Verkauf stand. In Heppenheim sollen sie schließlich zwei der Männer erschossen und einen erdrosselt haben. Das Prekäre an diesem Fall: Der angeklagte Deutsch-Iraker war ein V-Mann des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, der auf den Somalier angesetzt war. Ein Urteil wird für Montag, 16. Februar, erwartet. (Zum Video)
Wirtschaft will F1-Grand-Prix in Hockenheim halten
Die Wirtschaft der Metropolregion Rhein-Neckar soll mit dem Erwerb von 20 000 Eintrittskarten die Zukunft der Formel 1 auf dem Hockenheimring sichern. Die Industrie- und Handelskammern der Region sowie die Hotel- und Gaststättenverbände appellieren in einem Brandbrief an 10.000 Unternehmen der Metropolregion die Formel 1 wegen des weltweiten Images zu halten. Zudem profitierte neben dem Gastgewerbe die gesamte regionale Wirtschaft, wenn über 40 Millionen Euro hierher fließen. Anlässlich eines zu erwartenden Defizits von etwa sechs Millionen Euro ist die Austragung des Grand Prix nach wie vor gefährdet. Mitte März will der Hockenheimer Gemeinderat über die Zukunft des Rennens entscheiden.
Jugendlicher von Zug erfasst und getötet
Im Weinheimer Bahnhof hat ein Güterzug einen 14-jährigen Jungen überrollt. Der Schüler war auf dem Heimweg in sein Jugendheim in Rimbach und rannte Polizeiangaben zufolge über die Gleise. Er war auf der Stelle tot.
Frau stirbt bei Wohnungsbrand
In Eppelheim ist eine 69-jährige Frau bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus ums Leben gekommen. Sie konnte die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, nicht mehr rechtzeitig verlassen. Offenbar löste eine Zigarette den Brand aus.
Polizei appelliert an Besucher der Rhein-Neckar-Arena
Nach zum Teil kilometerlangen Staus bei den beiden vergangenen Heimspielen von 1899 Hoffenheim appelliert die Polizei an die Geduld der Autofahrer. Sie sollten mehr Zeit für die Anfahrt zum Stadion einplanen oder am besten gleich auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Gleichzeitig werde die Verkehrslenkung rund um die Arena optimiert, versprach der Sprecher der Heidelberger Polizei, Harald Kurzer, in der Sendung RNF Life: “Viele Autofahrer kannten sich einfach noch nicht aus und waren desorientiert”. Am besten sei es, die Parkplätze des Sinsheimer Messegeländes anzufahren.
Auszeichnung für Matthias Steiner
Matthias Steiner ist Weltgewichtheber des Jahres 2008: Der Chemnitzer mit Wohnsitz in Leimen erhielt die Auszeichnung vom Internationalen Gewichtheber-Verband IWF. Damit ist der 26jährige der erste Deutsche, dem diese Ehre zuteil wird. Steiner hatte nach seinem Olympiasieg bei der Siegerehrung seiner im Juli 2007 bei einem Verkehrsunfall in Heidelberg verstorbenen Frau Susann mit dem Hochhalten ihres Bildes gedacht. Derzeit erholt sich Steiner von den Folgen einer Leistenoperation.
Sebert wieder beim SV Waldhof
Günter Sebert ist neuer Sportlicher Leiter beim SV Waldhof Mannheim. Wie der Sanierungsausschuss des Fußball-Regionalligisten mitteilt, gilt die Berufung des Ehrenspielführers mit sofortiger Wirkung. Der 60jährige habe sich bereit erklärt, dem SV Waldhof in dieser schwierigen Zeit mit seinen Erfahrungen ehrenamtlich zur Seite zu stehen, heißt es. Unterstützt wird er von Teammanager Kenan Kocak, der weiterhin in die Mannschaftsbetreuung eingebunden bleibe. Sebert trug bis 1987 als Spieler das Trikot der Blau-Schwarzen. Zweimal fungierte er am Alsenweg auch schon als Trainer, zuletzt in der Saison 1996/97.
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