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Verkehr(s)ver(w)irrung – Teil II

December 23rd, 2008

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Vor ein paar Tagen hab ich mich ja schonmal so ein bisschen über die drollige Baustellen-Beschilderung auf dem Weg von Heddesheim nach Leutershausen lustig gemacht. Da sah das noch so aus… (siehe kleines Bild).

Mit ein bisschen Phantasie und Zeit konnte man sich da zumindest herleiten, dass man irgendwo links abbiegen sollte, um auf die B3 und somit Richtung Leutershausen zu gelangen.

Inzwischen ist die Straße durch Leutershausen wieder frei gegeben. Sie ist noch nicht ganz fertig, ok, die oberste Asphaltschicht fehlt noch, und die zweite Hälfte der Durchgangsstraße muss überhaupt noch angegangen werden. Sie wird wohl irgendwann zu Ende saniert, mag sein, aber im Moment gibt es dort keine Warnbaken, Absperrbänder oder Gesperrt-Schilder. Eine Straße wie Millionen andere auch. Doch vielleicht hat die Straßenschildhinsteller des Rhein-Neckar-Kreises die früher selbst erschaffene Kunst irgendwie inspiriert, denn seit der Wiedereröffnung der Straße sieht das angesprochene Schild folgendermaßen aus:

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Soll wohl heißen: Alle Umleitungen sind nicht mehr da, und die Sperrung irgendwie auch nicht, dafür aber auch die ganze Straße nicht, und über allem steht nach wie vor deutlich: “OD Leutershausen gesperrt für Fahrzeuge aller Art”. Vielleicht hat dafür das orangefarbene Band nicht mehr gereicht. Oder die Leiter war nicht hoch genug. Keine Ahnung. Jedenfalls ist es falsch und jagt den Ortsfremden alleingelassen in eine nicht weiter definierte Irre. Denn offenbar sind ja alle möglicherweise zu befahrenden Straßen nach Leutershausen irgendwie, ähh…, durchgestrichen.

Ich habe heute morgen mal probiert in offizieller Mission beim Rhein-Neckar-Kreis zu recherchieren, um den Sinn dieses Schildes zu erfahren, doch vormittags war beim zuständigen Menschen eine Stunde lang besetzt und nach der Mittagspause war – völlig zurecht – offenbar weihnachtsfrei. Das Telefon klingelte durch. Dagegen ist ja nun am 23.12. auch nix zu sagen. Schade nur, dass es so kein verwertbares Rechercheergebnis gab.

Kurz und krumm: Man hätte das Schild getrost einfach zur Seite stellen oder abdecken können. Bei Lichte betrachtet steckt bei der jetzigen Vorgehensweise doch aber auch viel Pragmatismus drin: Lasst uns doch einfach vor jede Straße ein “Gesperrt”-Zeichen hinstellen, es für “normale” Tage mit vielen orangefarbenen Bändern durchstreichen, und wenn die Straße dann wirklich alle 25 Jahre mal saniert wird, nehmen wir die Bänder ab. Dann muss man nichtmal mehr ein neues Schild hinstellen. Toll.

Neues (aus) Schild(a): Verkehrsver(w)irrung

December 14th, 2008

Das Gehirn ist im allgemeinen ja schon recht fix. Laut einer Veröffentlichung des ADAC vom Juli 2008 kann es bis zu drei Verkehrsschilder pro Sekunde erkennen, verarbeiten und adäquat reagieren. Allerdings: Bei diesem Schild (gefunden in Heddesheim auf dem Weg nach Hirschberg-Leutershausen) klappt das nicht so recht. Mein Hirn verarbeitet seit gut und gerne acht Wochen daran. Erfolglos, übrigens…

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Mag mal jemand versuchen, die hier abgebildete Wegbeschreibung in Worte zu fassen? Ich bitte darum! Die schönste schicke ich ans Straßenverkehrsamt des Rhein-Neckar-Kreises… Lustig dürfte diese Umleitung auch auf einem Navi-Screen aussehen, hm.

Es haben sich übrigens noch keine Staus vor dem Schild gebildet, und es ist auch noch kein Autofahrer auf der Strecke nach Leutershausen verhungert. Zumindest habe ich nichts Entsprechendes gehört. Ich nehme an, alle sind ans Ziel gekommen. Aber wohl nur, weil sie dieses Schild konsequent ignoriert haben.

P.S.: Man kann hier durchaus einfach weiter geradeaus fahren: Es gibt in Leuterhausen eine innerörtliche Umleitung und keine Vollsperrung mit rotem Kreis auf weißem Grund.