Was aus den Kiwis wurde.

Wer den vergangenen Sommer hier verfolgt hat, der kennt die Geschichte meiner Kiwi-Pflanze – und weiß, dass das Ding in einem Anfall lächerlich unbändiger Produktionswut weit mehr als 1000 leckere Früchte hat reifen lassen. Ich habe – natürlich – viele davon verschenkt… und dies hier kam jetzt von einem Freund zurück. Hammer! Selbst eingekochte Kiwi-Kokos- und Kiwi-Sekt-Limette-Marmelade. Da ist der Wow-Faktor ganz weit vorne, oder?

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Domshot.

Ampelbären.

Links for 2010-03-22: Das “iPad-Mag”

  • Noch gibt es das iPad gar nicht wirklich – aber schon das erste Magazin dazu, das "iPadMag". Ich hab' es mir gleich gebookmarked, weil allein schon das Team hinter dem Magazin sehr viel versprechend scheint: Mit Dirk Baranek (@baranek), Huck Haas (@stijlroyal), Kacper Potega (@kcpr) und Harald Amelung (@ha75) stehen ein paar Menschen am Start, die man in ihren anderen Projekten kennen- und schätzen gelernt hat. Sie in einem Boot zu wissen, erweckt kompetentlaunige Ahnungen. Oder so. Jedenfalls: lesen!

Das nanotechnologische Nana-Virus

Seit knapp zwei Wochen läuft in Mannheim eine virale Kampagne. Etwa hier oder hier oder hier.  Darauf gekommen bin ich, weil ich ein ominöses Päckchen bekommen bekommen habe, dessen Inhalt mich zu einem Spiel aufforderte. Ganz offenbar – das war schnell klar – gehörte das Päckchen zu einer viralen Kampagne, um ein Projekt, ein Unternehmen oder ein Produkt zu pushen. Neben der Frage, wie das Spiel vorangehen würde, interessierte mich insbesondere die Frage, wer dieses Spiel initiiert hatte. Und darum geht es im folgenden Beitrag, der heute in der Sendung “RNF Life” des Rhein-Neckar Fernsehens ausgestrahlt wurde. *) [siehe sehr weit unten]

Inzwischen weiß ich, dass 30 dieser Pakete an Blogger, Gamer und Schulen in der Metropolregion Rhein-Neckar verschickt wurden. Das “Virus” wurde also chirurgisch genau gesetzt – der Versender konnte sich kaum Streuverluste leisten und musste sich sicher sein, dass die Empfänger auf die Aktion einsteigen würden.

Nun könnte man sagen: RNF hat sich zum Werkzeug dieser Kampagne machen lassen, indem es der Aktion im redaktionellen Teil ein Forum geboten hat. Nun ja. Ok. Ein Stück weit. Andererseits ist die Kampagne aber doch außergewöhnlich und phantasievoll – und eine solche Geschichte kann man ruhig mal erzählen, zumal die qualitativ hochwertige Nano-Ausstellung des “Technoseums” auch unter anderen Aspekten Gegenstand der redaktionellen Berichterstattung bei RNF sein wird. Außerdem haben die “vm-people” aus Berlin, die diese Kampagne entwickelt haben, aus meiner Sicht mindestens zwei Dinge richtig gemacht:

  1. Sie haben sich als Absender erkennbar gemacht: Jedes Päckchen war mit der vollen Adresse der Agentur versehen. Man hätte die Urheber also jederzeit kontaktieren und sich über den Zweck des Päckchens informieren können, wenn man allzu skeptisch gewesen wäre.
  2. Es gab an keiner Stelle innerhalb dieser Kampagne die Aufforderung, über die Aktion zu berichten; sei es journalistisch oder via Blog. Die Kampagne vertraut alleine auf ihre Attraktivität. Weder suggerierte sie dem Empfänger des Päckchens eine Verpflichtung sich erkenntlich zu zeigen, noch folgten nach Zusendung des Päckchens weitere zweideutige Marketing-Angebote.

Diese beiden Punkte ließen mich überhaupt ins Spiel einsteigen und vermuten, dass es sich um eine seriöse Aktion handelte; was im übrigen auch die Voraussetzung war, dass ich überhaupt in Erwägung zog, einen redaktionellen Beitrag über die Kampagne zu machen.

Ich frage mich natürlich, inwieweit es Kalkül war, dass ausgerechnet ich eines der abgezählten Päckchen bekam. Konnte man damit rechnen, dass der “Zwonullie” der regionalen Fernsehredaktion auf ein solchermaßen auf dem Silbertablett offeriertes Thema anspringen würde? Oder ist es der Agentur gar nicht so recht, dass wir nun vorab veröffentlicht haben, dass letzten Endes das Technoseum hinter “Nanas kleiner Welt” steckt? Das Rätsel, das im Moment z.B. auf Facebook noch läuft, ist damit faktisch überholt. Andererseits sind durch unseren Beitrag in “RNF Life” am 15. März – grob geschätzt – 250.000 Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar auf die Kampagne aufmerksam geworden und haben eine zusätzliche Information zur anstehenden “Nano”-Ausstellung erhalten. Ist es nicht eines der primären Ziele einer Kampagne, eine möglichst breite Aufmerksamkeit zu erlangen? Ist ein TV-Beitrag dazu wünschenswert? Oder ist er dem Charakter der Viralität eher abträglich? Die Beantwortung dieser Fragen wäre dann wohl der nächste Teil einer Berichterstattung – die aber für unser regionales TV-Magazin doch zu speziell ist.

Bei den "Mannheimer Motoren-Werken" war die vierte Karte in Nanas Schnitzeljagd versteckt.

Aus der Sicht des direkten Adressaten zolle ich der Kampagne rundweg Respekt: Das Rätsel rund um Nana ist bis heute spannend inszeniert, die Rätsel auf allen Ebenen anspruchsvoll. Dass eine der “Schlüsselkarten” etwa bei den MWM zu finden war – nicht vorhersehbar. Die Fragen, um auf die “verdeckten” Websites zu gelangen – schwierig. Ich musste doch etwas intensiver googeln, um jeweils auf die richtigen Antworten zu kommen. Ich hatte nicht eben mit einem Frage-Antwort-Schema à la RTL gerechnet (“Was fährt Michael Schumacher? A: Rennwagen, B: Dreirad”), aber dass ich mich seitenlang durch Fachartikel wühlen würde, hatte ich auch nicht erwartet. Schließlich sind die Info-Seiten rund um die “Nanotechnologie” aufwändig gestaltet, sauber recherchiert und unter anderem mit eigens produzierten Einspielfilmen angereichert. Ohne dass ich mich anbiedern möchte: Die Kampagne macht Lust auf mehr – und hat damit ihr wichtigstes Ziel, zumindest bei mir, erreicht.

*) Der Beitrag hat nicht nur ein im weitesten Sinne zwonulliges Thema, sondern wurde auch von mehreren Zwonullies produziert:

Auf der dunklen Seite der Macht du spielst…

…sagte der kleine Yoda, während er sich die Füße am Prozessor des MacBooks wärmte.

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Die vierte Karte

Die Schnitzeljagd um “Nanas kleine Welt” wird irgendwie immer spannender – und die Orte, an denen die “Schlüsselkarten” in Mannheim gefunden werden können, immer “unoffensichtlicher”. Die vierte Karte fiel mir heute Mittag in die Hände, als ich zufällig an dem “Werk” aus dem Rätselhinweis vorbeifuhr und mir dann klar wurde, wie gut an dieser Stelle Nanas Tipps zusammen passten. Nachgefragt. Volltreffer.

BTW: Mit dem “Zeitraumexit” hat der Fundort gar nichts zu tun. Hier habe ich nur gerade meinen nächsten Termin. Und dass Logo und Karte so gut zusammen passen – das ist wieder Zufall, und gar nicht viral.

Mehr zu meinen Erfahrungen rund um “Nanas kleine Welt” gibt’s demnächst bestimmt hier…

Toaster, übermotiviert.

Er tut das jeden Tag. Wirklich. Vor einer Weile hab’ ich das Phänomen auch mal in einen Tweet gepackt:

Da nun andernorts, beim Fußball und beim Eishockey, der Videobeweis eine steigende Relevanz erfährt, ist hier eine aktuelle Originalaufnahme dazu.

Wir drehen dann schon mal für einen Beitrag über eine Viral-Kampagne…

…die seit ein paar Tagen in Mannheim läuft. Alles noch sehr kryptisch, und ich bin auch nur durch einen Riesenzufall drauf gekommen. Ein paar Elemente fehlen auch noch, um die Geschichte rund zu bekommen… Das wird aber noch, ganz sicher. :)

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Besucht in Mannheim: das “Spotlight”-Werbefilmfestival

Zum ersten Mal gastierte vergangene Woche das “Spotlight”-Werbefilmfestival in Mannheim; ein weiteres Element, um die Kreativwirtschaft in der Quadratestadt weiter zu befördern. Ein bisschen Inspiration kann da nicht schaden, ein anerkanntes Festival schon gar nicht. Angeblich hat sich die Stadt den Zuzug des “Spotlight” aus Ravensburg 100.000 Euro kosten lassen – jedes Jahr. Nun – dafür blieb der Glamour-Effekt nach außen blieb bei der Premiere auch nicht aus. Der Rosengarten ausverkauft, die Werbewirtschaft hatte Mannheim im Blick. Das Ziel, sich als Kreativzentrale zu positionieren, wurde damit sicher nicht verfehlt.

Die Veranstaltung an sich hielt indes nicht, was sie versprach – trotz Oliver Kalkofe in der Moderation, trotz Helmut Zerlett und seiner Band als unterhaltendem Element, trotz Max Mutzke als Show Act. Der Abend zog sich wie Kaugummi. Nach dem offiziellen Beginn der Veranstaltung verging alleine fast eine Stunde, ohne dass ein einziger Spot gezeigt wurde. Statt dessen gab’s Interviews mit Sponsoren, Grußworte der Veranstalter, der Politik, ein Gespräch mit Prof. Udo Dahmen von der Popakademie. Für sich genommen alles gerechtfertigt – für den Besucher im Saal ein einziger großer Gähnfaktor. Nach der Filmrolle dauerte die Auswertung der Publikumswertung wiederum mehr als eine Stunde. Da gibt’s sicherlich noch Optimierungspotenzial.

Einen Eindruck vom Spotlight 10 in Mannheim vermittelt ein Beitrag des RNF (darin u.a. einige Spot-Auszüge):

Die Spots selbst dann: Unstrittig gut. Und mit ihr reifte wieder einmal die Erkenntnis: Je marktfähiger ein Spot sein muss, je mehr der Kunde Erfolgsdruck verspürt, um so glatter wird er. Verliert Spritzigkeit, sucht noch ein wenig nach Frechheit, wird massenkompatibles Irgendwas. Am eindrucksvollsten, überraschendsten, luftanhaltendsten waren da noch die Studentenspots für zum Teil noch gar nicht erfundene Produkte – sprich: Kein Kunde, keine Zurücknahme. So dürften Spots meinethalben immer sein, auch im echten Leben.

Ich habe einige der Spots, die mir gut gefallen haben, via Youtube zusammengetragen. Wer’s genau wissen will, findet hier die Entscheidungen der Jury und des Publikums.

AIDS-Prävention (Schweiz)

Du bist Terrorist

The PEN Story (Olympus)

Hornbach: Hymne (“Mach es zu Deinem Projekt”)
Inzwischen zwar bekannt – ergo auch überraschenderweise massenkompatibel – dennoch immer wieder gut.