Archive for the ‘Web 2.0’ category

Grün.

March 8th, 2010

Wie gesagt, ein neues Theme für diese Seite steckte mir schon länger in der Nase – jetzt isses da. Ich habe mich für “Green Park 2″ von Cordobo entschieden, einfach weil hier ein paar Dinge zusammen kamen:

  • Erstens mal kenne ich den @cordobo persönlich, was mir schon sehr sympathisch ist. Immerhin hat er auch das Design für rnf.de gezimmert, was mir nach wie vor auch sehr gut gefällt.
  • Zweitens bin ich neulich beim unvoreingenommen Theme-Browsen über “Green Park 2″ gestolpert, fand es ziemlich klasse, weil es leicht, übersichtlich und mit vielen Weißflächen daher kam – und habe dann erst bemerkt, dass es vom Cordobo ist. Dies also ein Pluspunkt der unvoreingenommenen Art.
  • Drittens passt das Theme farblich ziemlich brilliant zu meinem iPhone-Cover – was unter Corporate-Gesichtspunkten wahrscheinlich der schlagendste Punkt sein dürfte ;-)

Von allem mal abgesehen: Der Wechsel von K2 zu “Green Park 2″ ging vollkommen reibungslos vonstatten. Alle Widgets, Voreinstellungen etc. blieben vollständig erhalten, grade das Richtige für einen WP-Legastheniker wie mich. Hat er gut gemacht, der Cordo.

“Warum nun eigentlich Twitter?”

January 31st, 2010

Die Frage ist für all jene, die aktiv twittern, eh’ irrelevant. Und diejenigen, die nicht twittern, von Twitter zu überzeugen, ist eh’ schwer. Muss ja niemand, der nicht will. Ich stehe immer noch zu einem Satz, den vor langer Zeit mal geschrieben habe:

“Twitter ist wie Abseits: Man kann es nicht erklären, aber wenn man drinsteht, weiß man sofort wie es sich anfühlt.”

Und dann mag man es eben oder nicht. Neulich bin ich nun über einen Kommentar von Sascha Lobo zu diesem Thema gestolpert, an dem ich kurz anknüpfen möchte, um ihn noch weiter zu illustrieren. Das Bild, das ich gerne verwende, um Twitter zu erklären, ist das von der Kaffee-Ecke im Unternehmen oder der Küche bei der Party: Informationen informeller Art werden in der Kaffee-Ecke ausgetauscht, und die eigentliche Party steigt seit jeher in der Küche. Da erfährt man, was wirklich passiert. Es gibt viel Chit-Chat, aber eben auch viel Relevantes. Oder nochmal aufs Unternehmen gemünzt: Es gibt hier interdisziplinäre Kommunikation, hierarchiefreie Kommunikation. Vertraulichkeiten ohne Verbindlichkeiten. Sicherlich gibt’s hier manchmal auch Politik, Gerüchte, Indiskretionen; oft aber ist die Kaffee-Ecke das eigentliche “Schwarze Brett” des Unternehmens. Nicht zuletzt entstehen gerade in der gelösten Atmosphäre der “Meeting Zone” kreative Zirkel – spontan, ungeplant – und entwickeln neue Ideen. Ich habe Unternehmen kennengelernt, die diese Art des Arbeitens nachgerade kultivieren, die die “Meeting Zone” als “Working Zone” definieren, schnieke Möbel, W-Lan und Kaffee-Vollautomaten zur Verfügung stellen und das Arbeiten im Firmen-Café so fördern – weil sie ahnen, dass dabei Zählbares herauskommt.

Ein bisschen so ist auch Twitter, wie auch Sascha Lobo es sagt: ein Platz des Austauschs, der Empfehlung, der Zerstreuung. Ich hole mir da Inspiration, Amusement und durchaus auch ernsthafte Information, insbesondere auch professioneller Natur: Nie war es so leicht wie in Zeiten von Twitter die Nachrichtenlage im Blick zu behalten, Themenströme zu erkennen, ihre Reflektion durch die Redaktionen zu verfolgen. Andererseits gebe ich der Timeline selbst Input – das System beruht auf Geben und Nehmen, wie im “richtigen Leben” (als ob twittern unrichtig wäre…) auch: Sagst du mir was, sag ich dir was; so läuft’s doch. Twitter ist ein Instrument, das einen durch den Tag begleitet. Ob der Offline-Teil des Lebens darunter leidet, soll jeder selbst entscheiden. Meiner tut’s nicht; im Gegenteil, Twitter hat ihn bereichert. Ich lese mehr Information und mehr Meinung als früher. Und dadurch ist im Offline-Teil des Lebens mein Tellerrand ist niedriger geworden, der Blick darüber hinaus leichter.

Und wenn auf Twitter auch manchmal Säue durchs Dorf getrieben werden: Man muss ja nicht jeder nachlaufen. Würde man in der Kaffee-Ecke ja auch nicht.

Followermanagement by “Tweepi”

January 29th, 2010

Ziemlich lang habe ich nach einem Tool gesucht, das mir zuverlässig Informationen über meine Twitter-Follower und -Verfolgten gibt und das mir gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, per Tickbox zu un-/followen.

Tweeple macht das ziemlich perfekt. Heute hab’ ich zunächst mal das gemacht, was ich schon lange wollte: Inaktive Verfolgte herausgefiltert und entfolgt. Inaktiv bedeutet für mich, dass zwei Monate kein Tweet mehr kam – das waren bei mir nur gut fünf Prozent der Verfolgten. Rund 80% der Leute, die ich lese, sind fast täglich bei Twitter aktiv – das deckt sich mit meinem zuvor nur subjektiven Eindruck eines sehr heterogenen, kommunikativen und angenehmen Verfolgtenfeldes. Klar – sonst hätte ich Euch ja nicht auf der Liste. ;-) Also: “Tweepi” – bei mir ab sofort in den Bookmarks.

Tweepi :: a geekier, faster way to bulk add quality followers.

Leute, Leute, Leute

November 29th, 2009

Heißes Thema beim Videocamp in Essen: Die FlipCam. Auch, weil Flip als Sponsor da war und Dutzende Leihgeräte zur Verfügung stellte; primär aber, weil all die videoaffinen Menschen mit der Flip die Chance sehen, ohne großen Aufwand hoch auflösende Bewegtbilder herzustellen. Das Konzept ist verführerisch: Einschalten, roten Knopf drücken, aufnehmen. Die Kamera braucht keine Zeit zum Hochfahren, hat auch keine Einstellungsmöglichkeiten – sie macht einfach das, was sie soll: sie nimmt Video auf. Damit bekommt sie die volle Punktzahl in der Kategorie Usability; auch deshalb, weil sie alle wichtigen Tools onboard hat: USB-Dongle und Software sind in die Cam integriert; wer einen Mac oder PC hat, braucht sich um die Installation keine Gedanken zu machen. Die Software selbst ist intuitiv: Bilder werden getrimmt und per Drag & Drop aneinandergefügt. Die Software setzt automatisch Blenden, legt Musik unter oder über die Bilder – der Film wird gerechnet, Upload – fertig. Das Ganze liefert einen hohen Fun-Faktor, nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch und ist damit ideal für Menschen, denen Video früher immer zu kompliziert war. Die Einfachheit der Kamera erkauft man sich allerdings mit einer nicht festellbaren Blende, einer festen Brennweite (die ein nicht allzu weitwinkliges Bild liefert) und dadurch bedingt wenigen Variationsmöglichkeiten bei der Aufnahme. Aus meinen Testshots ist folgender kleiner Clip entstanden mit vielen Leuten, Leuten, Leuten auf dem Videocamp:

Spannend für mich als Fernsehjournalisten ist darüber hinaus allerdings die Frage, ob die Flip als “Immerdaheihabkamera” taugen könnte, im ganz aktuellen Fall sendefähige Bilder zu drehen, die spannende Einstellungen einfangen könnte, bis eine “richtige” Kamera angerückt ist. Dem steht auf den ersten Blick entgegen, dass die Flip 30 Bilder in der Sekunde progressiv dreht; Fernsehen in Deutschland aber mit 50 Halbbildern pro Sekunde läuft. Die üblichen Konvertierungsmethoden liefern da noch keine 100-prozentig befriedigenden Ergebnisse. Dennoch lohnt es sich, noch ein bisschen weiter auf der Idee herumzudenken: Die Flip liefert als Kamera in Handygröße tolles Rohmaterial, Tiefe, ausdrucksstarke Farben – grundsätzlich also sendefähig, wenn es einen praktikablen Workaround gibt.

Zum Abschluss noch ein Wort zum Videocamp selbst: Ich habe zum ersten Mal ein Camp in Essen erlebt und bin sowohl von der Orga (Dank an Stefan, Evy et al.) als auch vom Unperfekthaus begeistert. Die Teilnehmerzahl am Camp war nicht allzu hoch, dafür war die Community sehr kompetent, heterogen und diskussionsfreudig in alles Fragen rund um Video. Mir hat’s Spaß gemacht, ich habe viele neue Ideen, Fakten und Inspiration mitgenommen. Und ‘ne FlipCam. Denn: Die hab ich gewonnen. Klasse.

Barcamp? Check.

September 13th, 2009

Ok. Es wurde Zeit. Da spiele ich seit… ach, fragt nicht in diesem Web mit und war noch nicht ernsthaft auf einem Barcamp. Ich hab zwar übers FutureMusicCamp in Mannheim berichtet, über das erste Barcamp Rhein-Neckar haben wir bei RNF im Studio gesprochen, dann war da die re:publica 09, diverse Twittertreffen und -lesungen – aber eben noch kein Barcamp. Das wäre nun aber auch abgehakt.bcs2-logo-klein Zumindest an einem Tag hab ich beim Barcamp II in Stuttgart mitgemacht. Viele der Mitcamper kannte ich ja schon von anderen ähnlichen Events, daher war das Real-Life-Treffen alleine schon nett. Und auch von den Sessions hab ich doch einiges mitgenommen.

Etwa von der Session von Nadia Zaboura von der MFG , die ja nun auch einer der Hauptsponsoren des BC war, über die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg. Die Kernfakten hat Oliver Gassner quasi live gebloggt – spannende Einblicke in die IT-Welt im Ländle.

Die zweite Session zum Themenkomplex “Recht im Web 2.0″ fand ich aus professioneller Sicht spannend:  Carsten Ulbricht sprach über die Haftung von Betreibern von Bewertungsportalen für User Generated Content. Dort gab es einige Aspekte, die künftig auch für den Umgang mit Community-Beiträgen auf RNF.de erhellend sein können – und wenn es auch nur die Erkenntnis ist, dass es im Web noch erhebliche Grauräume gibt, die im konkreten Fall fast immer auf eine Einzelfallentscheidung hinauslaufen. Alles im allem blieb für mich nach der Session das Fazit, dass wir im Aufbau und rechtlichen Konstruktion der Community doch einiges richtig gemacht haben.

Nach der Mittagspause Session drei, die mir hoffentlich nachhaltig persönlich etwas bringt. Oliver Gassner beschäftigte sich mit “Getting Things Done” und der Umsetzung des Credos: “Der Kopf ist zum Denken da und nicht, um an etwas zu denken”. Ich hab mich daraufhin gleich mal detaillierter mit Task-Listen und der Organisation des beruflichen Alltags beschäftigt und habe dank der Recherche und einer kleinen Diskussion mit Oli nach der Session endlich den fehlenden Link für meine Organisation gefunden: Rememberthemilk.com (das ich ohnehin schon hatte) bietet neben der Verwaltung von Arbeitsaufgaben im Web auch eine Software fürs Smartphone, das die persönliche Task-Liste im Mobiltelefon mit der Web-Plattform synchronisiert. Damit entfällt – endlich – die “doppelte Buchführung” von priorisierten Tasks im Handy (oder Moleskine) und im Web (falls der Akku in die Knie geht oder das Buch wieder mal zu Hause liegen bleibt…). Außerdem gibt’s von RTM auch ein Firefox-Plugin für GMail, was als Fenster ja ohnehin immer irgendwie offen steht. Damit rechne ich mir immens steigende Chancen aus, dass ich über den Tag viel von dem weggestapelten Kleinkram künftig schneller erledigt und effektiver bekomme.

Zum Abschluss hab ich mir noch die “Blogcheck”-Session von Oliver angehört und parallel gleich ein bisserl am Blog rumgeschraubt. Naja. So richtig viel habe ich noch nicht hinbekommen. Irgendwann will ich für Deltanews.de eh ein neues Theme oder zumindest mal einen neuen Header.

Fazit: Das erste “echte” Barcamp hat richtig viel Spaß gemacht. Ein Riesendank an Jan Theofel, Carsten Ulbricht und ihr Team für die Orga. W-Lan, Raumplanung, Verpflegung – das hat aus meiner Sicht alles super geklappt. Barcamps haben ihren Erfolg ja durch das Gleichgewicht von Geben und Nehmen – diesmal war ich definitiv auf der Seite der “Nehmer”. Einerseits wollte ich mich zunächst einmal orientieren über die Machart und die Inhalte der Sessions, andererseits hätte ich mich auch bei den rein “manuellen” Tätigkeiten wegen eines Hexenschusses (“Ooooch…”) nicht so wirklich einbringen können. Sorry dafür. Aber das kann sich ja künftig alles ändern. Heute habe ich mich mal fürs Videocamp in Essen Ende November vorregistriert. Mal gucken, was mir da für eine eventuelle Session so alles einfällt…

Mobilfunknetzbetreiberwerbestrategien mal so von außen betrachtet

August 1st, 2009

Da gibt es Vodafone. Der rote Riese launcht mit einem immensen Aufwand eine neue Kampagne: “Es ist Deine Zeit”. Irgendso ein Ding auf der Suche nach einem neuen Profil. Irgendwas, um die Generation Upload anzusprechen. Ob eben jene Generation versteht, was Vodafone von ihr will, nämlich Upload, weiß ich nicht. Das steht da nämlich nirgends. Dafür gibt’s jede Menge Beef von der Generation, die eh schon ständig uploadet. Ein Riesenstress, weil Kollege Lobo und Frau Schnutinger sich kommerziell hergeben. In einem TV-Spot, der aufwändig ist, aber für mich nur auf einer sehr metamäßigen Ebene irgendwas aussagt. Es gibt ein Blog, und in dem gibt es böse Kommentare, in denen es sich vor allem um fehlende Knöppe an einem Handy dreht, dessen Name schon fast nix mehr zur Sache tut. Es gibt auch eine lustige Veräpple der Vodafone-Kampagne, in der das Unternehmen Yodafone heißt und in der ein kleiner grüner Mann der Hero ist. Das ist lustig und viral, aber leider nicht beabsichtigt. Und ob das nun eine Konsequenz aus allem ist oder nicht: Im Fernsehen laufen jetzt Spots ohne Frau Schnutinger und ohne Herrn Lobo. Für ihn sitzt seit ein paar Tagen irgendein anderer Generation-Uploader im Bus, der in echt wahrscheinlich gar nicht zur Generation Upload gehört. Was aber auch nix zur Sache tut. Wahrscheinlich ist der umgeschnittene Spot kürzer, damit günstiger, war eh schon immer so geplant, und das dürfte dann auch die offizielle Erklärung dafür sein, dass die aktuellen Webzweinullies in der Kampagne keine so große Rolle mehr spielen. Schreib ich jetzt halt mal so. Ungeprüft.

Und was macht T-mobile? Zeigt in der Werbung ein iPhone. Schwarz auf weißem Grund. Mehr nicht. Noch Fragen?

Posted via web from Hingepinnt und hergeplotzert

Review: Future Music Camp 09

July 6th, 2009

Inhaltlich ist zum #FMC09 an der Popakademie Mannheim sicherlich schon viel gebloggt worden. Ich war auch da, in offizieller Mission als Reporter für RNF, um den Menschen draußen am Fernsehen zu zeigen, welch außergewöhnliche Dinge sich an der Akademie abgespielt haben. Der Sendetermin für das Stück steht noch nicht fest, das wird irgendwann diese Woche sein. Wer’s genau wissen will, sollte @RNFde folgen oder immer mal bei RNF.de in die Programmvorschau für RNF Life reinklicken, da gibt’s rechtzeitig die Ankündigung.

Der Beitrag wird sich einreihen in die Berichterstattung über viele aktuelle Ereignisse in der Metropolregion Rhein-Neckar. Da ich den Film nun aber schon heute fertig gemacht habe, stelle ich ihn gerne als Sneak Preview ins Netz – besser wird er vom Rumliegen ja auch nicht. Für die “interessierte Öffentlichkeit” wird viel vermeintlich Banales zu sehen sein: Ihr alle wisst natürlich, wie ein Barcamp funktioniert; nicht jedoch das Gros der etwa 280.000 Zuschauer in und um Mannheim, die den Beitrag im normalen Programm sehen werden. Ich habe also versucht, die Zusammenhänge möglichst allgemeinverständlich darzustellen. Natürlich ist das Thema des Barcamps als solches in der Tiefe seiner Diskussion nur angerissen; aber so ist nunmal Fernsehen. Ich hoffe, Euch gefällt’s trotzdem ein bisschen.

Moderation

Die Zeiten, in denen man in den Laden ging, um eine CD zu kaufen, sind vorbei. Musik wird runtergeladen, legal und illegal, und dann als mp3 angehört, auf dem iPod oder dem Handy oder am PC – die Möglichkeiten sind fast unüberschaubar. Das passt der klassischen Musikindustrie genau genommen überhaupt nicht. Sie verliert ihre Geschäftsgrudlage, weil Musik im digitalen Zeitalter verlustfrei kopiert und weitergegeben werden kann. Unter anderem damit beschäftigte sich am Wochenende eine ungewöhnliche Konferenz in der Popakademie. Es ging dabei um nicht weniger, als neue Geschäftsmodelle für die Musikwirtschaft zu entwickeln.


Posterous

May 29th, 2009

Nicht, dass dieser Post irgendeine inhaltliche Relevanz hätte. Eigentlich geht’s mir nur darum, den neuen Service posterous.com zu testen. Der Dienst verspricht, Bilder, Audio und Video zu verwalten, tumblr-ähnlich online zu stellen und sie darüber hinaus aber auch an verschiedene Dienste weiterzuleiten – etwa zu Facebook, Twitter oder ins eigene Blog.

Das probiere ich hier nun mal mit einem vergleichsweise unwwesentlichen Video und einem Foto, die beide meine persönliche Sicht auf die Dinge zeigen, wenn ich Nachrichten lese: Teleprompter, Kontrollmonitor, Mikrofon, viel Licht. Wenn’s hier im Blog doof aussieht, sollte ich mich eventuell nochmal ausführlich mit Posterous befassen. Wenn nicht, hab ich mein neues Lieblingstool fürs mobile Bloggen gefunden, was ich bisher mit Utterli erledigt habe.

Click here to download:

MOV_0407.3gp (869 KB)

Posted via email from kirscheplotzer’s posterous

Unvermeidlich: re:publica 09

April 7th, 2009

Wenig Handfestes, etwas Greifbares, viel Wertvolles – meine Premiere auf der Blogger-Konferenz

Inzwischen haben sie sich gesetzt, die Eindrücke aus der Kalkscheune und dem Friedrichstadtpalast. Ich will Euch nicht mit der x-ten “re:view” langweilen – andere haben das alles längst niedergeschrieben und ihren berufenen Senf dazu gegeben. Eine Weile hab’ ich überlegt, ob ich überhaupt noch was über die re:publica schreiben soll – aber hey… eine Bloggerkonferenz besuchen ohne einen Blogpost abzusetzen – wo kämen wir denn da hin?!?

dsc_0105

Ich war ja irgendwie mit zwei Hüten da: In erster Linie als Journalist (der Beitrag ist mangels Platz in der Sendung noch nicht on air gewesen), in zweiter Linie eben auch als Blogger. Wurde ja auch Zeit, dass ich mir “die Szene” mal anschaue. Und es passte irgendwie auch ganz gut zum 1. Geburtstag von deltanews.de.  Mir ging es da offenbar wie vielen “Artgenossen”: Man will die Leute hinter den Nicknames auf Twitter und die Leute von der Blogroll einfach mal sehen, bestenfalls kennenlernen, ein bisschen schnacken und ein Gesicht zu den Tweets und Posts bekommen. Dieses Ziel hat sich für mich zu 100 Prozent erfüllt. Es waren a) jede Menge Online-Bekanntschaften da und b) sie waren identifizierbar. Meine Timeline wurde real. Was mich in der früher getroffenen Annahme bestärkt hat, dass viele Blogger und Twitterer sich von anderen Spezies im Web unterscheiden, die ihre Persönlichkeit verschleiern und komplett anonymisieren. Das war der Grund, weswegen ich mich früher von Foren fernhielt, in denen man sich zum Freiwild für Trolle machte. In der Blogosphäre stehen letzten Endes dann doch “reale” Menschen hinter der Meinung – das macht das Mitmachweb sympathisch und straft in meinen Augen diejenigen Stimmen Lügen, die Web-Zwo-Nullies als Tasten tippende, sozial verhärmte, nachtaktive Monster sehen. Ich habe in Berlin eine aktive, sozial kompetente, intelligente (ok, ich lass langsam gut sein…) lustige Masse Mensch getroffen.

Irgendwann erreichten mich DMs, ob ich in der Spree versoffen sei. Das viele Real-Life-Geschnacke führte dazu, dass ich ausgerechnet auf der re:publica so offline war wie lange nicht… Wie absurd ist das denn? Zumal es nicht mit dem fehlenden W-LAN zusammen hing oder einer iPhone-geplagten, überlasteten T-Mobile-Zelle (ich hab ja Vodafone ;-) ). Nee, ich hab’ einfach nur mit Menschen geredet. Die ganze Chose war schlichtweg kurzweilig, kommunikativ, lustig. Face to Face. Und die Themen gingen nicht aus. Wie auch das Schaf schrieb:

screenie_stijlroyal_rp09

Und darum ging’s ja nun. Soviel zum Wertvollen.

Zum Greifbaren: der Poken. Man! What a hype! Herrlich. Ich hab selten so viel Spaß mit einem USB-Stick gehabt. Erwachsene, durchaus ernstzunehmende Menschen, tragen einen Pandabären, Biene Maja oder den Voodoo-Typen um den Hals und freuen sich, wenn beim “High Four” ein grünes Lichterl leuchtet. Mal im Ernst: Der Poken als elektronische Visitenkarte zum Connecten in allen möglichen Netzwerken war eine Innovation auf der re:publica – in einer Nacht- und Nebelaktion aus den Niederlanden importiert, halboffiziell in der Kalkscheune vercheckt – ein Live-Meme mit Spaßfaktor. Feines Spielzeug der early adopters. Klasse.

Was mir nur fehlte, war das Handfeste, die News. Der Hint auf das nächste “Big Thing”. Ich hörte in den Panels Vieles zur Selbstpositionierung der Blogbranche. Das, was anderswo als Orientierungslosigkeit oder Stagnation gewertet wurde. Nun ja – nach Jahren rasender Entwicklung darf man sich ja durchaus mal die ein oder andere Sinnfrage stellen. Ist ja ok, solange die Zunft am Ende nicht in kollektiver Depression versinkt.

Was ich nicht ganz verstehe, das möchte ich an dieser Stelle mal anmerken, ist die Stellenwertdiskussion um Blogs und Journalismus. Manchmal erscheint es mir, als wollten die größten Verfechter der Freiheit im Netz den Journalismus niederschreiben. Warum eigentlich? Ich bin der Diskussion um Medienwandel mit gemischten Gefühlen gefolgt.

Warum finden einzelne Blogs nicht die Akzeptanz und das Gewicht wie “etablierte” Medien und gegebenenfalls ihre Online-Portale? Ich glaube, die Antworten liegen näher, als man gemeinhin denkt: Etablierte Redaktionen bieten ein breites Portfolio an Information und sie haben an sich selbst den Anspruch, in den selbst gewählten Themenfelder das “relevant set” an Themen möglichst vollständig und gewichtet abzubilden. Zum Filtern, Aufbereiten und Gewichten der Information braucht es Manpower, also Menschen. Sie agieren als Organisation – das ist die Redaktion. Wobei zum Job des Redakteurs eben auch mal gehört, dass er sich mit Dingen beschäftigt, die ihn nicht so sehr interessieren und die ihm nicht so liegen. Und er wird dennoch versuchen, sie auf das Relevante zu aggregieren, objektiv aufzubereiten, und sich dann eine gegebenfalls in einem Kommentar oder einem Leitartkel eine Meinung zu bilden. Das bedeutet für den User oder Leser kurze Wege und wenig Aufwand: Sein Bedarf an Information wird gestillt, er hat einen Überblick über das Weltgeschehen. Die Usability eines Nachrichtenportals als einer einzigen Quelle ist unschlagbar.

Bei Blogs sieht das doch ein bisschen anders aus. Davon mal abgesehen, dass ich als User viel Zeit investieren muss, um meinen Reader qualifiziert zu füllen. In Blogs herrscht Meinung vor, die oftmals bereits auf Sekundärquellen beruht. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Viele in der Blogosphäre sind Einzelkämpfer und beackern Spezialthemen. Oft in der Freizeit, sehr idealistisch, unbezahlt. Ich habe dort viel Qualität gelesen, Ernsthaftes, Lustiges, Bedenkenswertes. Und meine Orientierungsphase diesbezüglich ist noch lange nicht abgeschlossen. Aber die gesammelte Information, die ich als User bekomme und in meinem Feedreader finde, ist nunmal weitestgehend unstrukturiert, nahezu willkürlich, viele Bereiche des Lebens finden gar keine Beachtung. Oder ist klar einer Interessenseite zuzuordnen und braucht eine entsprechende Quellenkritik. Jedenfalls ist dieser Mix nicht so, dass ich von heute auf morgen die Information von professionellen Redaktionen (egal ob Zeitung, Radio, Fernsehen oder Online-Portal, je nach Zugangsmöglichkeit) damit substituieren würde ohne in der Angst zu leben, die nächste Bundestagswahl zu verpassen.

Nun könnten Blogger sich zusammen tun und sagen: “Ok, wir liefern ein Vollsortiment. Wir decken die relevanten Themen ab, so dass ein Leser sich gut informiert fühlt und bei uns liest. Wir schaffen Objektivität. Wir haben eine Meinung. Wir machen ein unabhängiges Blogportal.” Was am Ende rauskäme, davon bin ich überzeugt, wäre nicht weit von den bekannten Nachrichtenportalen entfernt. Es würde bedeuten, dass die Blogger sich redaktionell organisieren (müssen), virtuell oder tatsächlich. Das ist dann bald auch nicht mehr in der Freizeit zu stemmen, man geht ja eine Verpflichtung gegenüber seinen Lesern ein hinsichtlich Quantität, Qualität und Konstanz… das Portal wird vermarktet… Werbung… und der ganze Rattenschwanz. Mit der Diskussion: Was wollen wir den Usern bieten? Wer beackert welches Thema? Welches Thema lassen wir weg? Welche Stellung beziehen wir zu diesem oder jenem Thema? Also ist es am Ende dann doch wieder Journalismus. Die Grenzen verwischen. Das tun sie eh schon. Und ich finde es ok.

Dagegen finde ich es ziemlichen Kappes, Journalisten per se als das Feindbild der Blogosphäre aufzubauen, wie ich es auch habe anklingen hören. Sicherlich gibt es Populisten in der Zunft. Themenfilter. Kampagnenmacher. Sie stehen dann auch im Kreuzfeuer der Blogs. Zurecht. Wobei Blogger da ihrerseits sehr selektiv sind und gleich nach ganz oben ins Regal greifen. Welcher Blogger kümmert sich in der Medienkritik beispielsweise um die Heerscharen von Lokal- und Regionaljournalisten oder setzt sich selbst mal in eine Gemeinderatssitzung auf dem Dorf und verbreitet Information und Meinung darüber? Liest hunderte Mails regionaler Polizeistationen, filtert, wählt aus. Wühlt sich durch Pressemitteilungen von Ortsvereinen. Laaaangweilig. Stimmt – das ist hartes Brot und brächte erstmal nicht viele Klicks. Ist aber auch Arbeit von Journalisten. Und aus dieser Arbeit entstehen oft erst die Geschichten, die dann in den großen Portalen landen. Es sind die Puzzlestückchen, die das große Ganze formen. Journalismus ist aktives Netzwerken auf breiter Basis mit Presseagenturen als Mittler. Blogger werfen Journalisten zuweilen vor auf einem hohen Ross zu sitzen, weil sie sich als die wahren “Hüter der Information” wähnen. Naja – lässt man den Pathos mal weg, dann ist Vieles im Journalismus Routine-Arbeit, Handwerk, Zeug, das weggeschafft wird. Nicht in jeder 60-Zeilen-Meldung auf Seite 3 steckt potenziell ein Pulitzer-Preis und nicht jeder 30-Sekünder ist ein Quotenbringer.

Mal sehen. Wir sind ja mittendrin im Wandel. Mit einer wachsenden Online-Bevölkerung finden sich wahrscheinlich auch immer weitere Spielarten des Bloggens, etwa regionale oder spartenorientierte Bloggernetzwerke. Varianten, die heute noch nicht so verbreitet sind, jedenfalls nicht flächendeckend. Und darüber wird sich auch die Wahrnehmung unter den Lesern verändern, von denen viele heute noch “Blog” mit “öffentlichem Fotoalbum” gleichsetzen. Eine Diskussion darüber finde ich wichtig, nicht nur online, sondern face-to-face. Dafür ist die re:publica ein perfektes Forum – daher zum Ende einfach nochmal ein Dank an Johnny Häusler et al. – Gut gemacht!

Twitter Frenzy

March 5th, 2009

Einfach immer wieder lustig, und deshalb nun (auch noch) hier verewigt.

Ääähm… Welcher Twitterer erkennt sich da nicht wieder? Mal die Hand hoch… ;)