Archive for the ‘Web 2.0’ category
Naja. Ausbaufähig.
August 19th, 2010Dislike.
May 3rd, 2010Die Idee verfängt. Inmitten einer Flut von Favs, Bewertungssternchen, “Gefällt mir”-Klicks einfach mal was nicht leiden können. Gelesen, für doof befunden, disliked. Und weg.
Vergangene Woche hat yiid.com das Konzept über die neue Seite opendislike.org offensiv promoted (Blogpost) – und dafür respektables Echo geerntet. Spätestens als Mashable sich des Themas annahm, war es international im Gespräch. YIID-Nutzern ist die Denke im übrigen nicht neu: auf der Plattform gibt es seit geraumer Zeit die Möglichkeit, neben dem bekannten “Gefällt”- alternativ den “Gefällt nicht”-Knopf zu drücken.
Nun ist der “Open Dislike Button” als Gegenpart zu Facebooks “Like”-Button sicherlich nett gemeint – doch welcher Seitenbetreiber hätte wohl ernsthaft die Absicht oder das Verlangen, seine Leser auf blöde Gedanken zu bringen und aktiv einen “Gefällt mir nicht”-Knopf in die Seite einzubauen? … Also? … Damit ist wohl relativ klar, dass der Knopf nicht unbedingt eine große Karriere machen wird – sein Konzept aber schon. Zum Beispiel über den Weg, den Thorsten Zoerner vorschlägt: Er plädiert für ein Bookmarklet, über das der User seinem Unmut über eine Seite Luft machen kann. Und plötzlich wird ein Schuh daraus: Je mehr Leser sich via Bookmarklet äußern – wie sie es häufig im positiven Sinne z.B. via StumbleUpon ja schon tun – desto höher steigt eine Seite oder ein Artikel im – nennen wir es mal: “Bullshit-Ranking” auf OpenDislike.org. Eine Rangliste des größten Dünnsinns im Netz, der lauesten Argumentation, der größtanzunehmenden Leser-Verarsche. Ein Instrument des Massenregulativs. Irgendwer würde wahrscheinlich bald auf die Idee kommen, Facebook-Likes gegen YIID-Dislikes zu saldieren – warum eigentlich nicht?
Und jetzt gleich mal gucken, ob bullshitpara.de noch frei ist…
Grün.
March 8th, 2010Wie gesagt, ein neues Theme für diese Seite steckte mir schon länger in der Nase – jetzt isses da. Ich habe mich für “Green Park 2″ von Cordobo entschieden, einfach weil hier ein paar Dinge zusammen kamen:
- Erstens mal kenne ich den @cordobo persönlich, was mir schon sehr sympathisch ist. Immerhin hat er auch das Design für rnf.de gezimmert, was mir nach wie vor auch sehr gut gefällt.
- Zweitens bin ich neulich beim unvoreingenommen Theme-Browsen über “Green Park 2″ gestolpert, fand es ziemlich klasse, weil es leicht, übersichtlich und mit vielen Weißflächen daher kam – und habe dann erst bemerkt, dass es vom Cordobo ist. Dies also ein Pluspunkt der unvoreingenommenen Art.
- Drittens passt das Theme farblich ziemlich brilliant zu meinem iPhone-Cover – was unter Corporate-Gesichtspunkten wahrscheinlich der schlagendste Punkt sein dürfte
Von allem mal abgesehen: Der Wechsel von K2 zu “Green Park 2″ ging vollkommen reibungslos vonstatten. Alle Widgets, Voreinstellungen etc. blieben vollständig erhalten, grade das Richtige für einen WP-Legastheniker wie mich. Hat er gut gemacht, der Cordo.
“Warum nun eigentlich Twitter?”
January 31st, 2010Die Frage ist für all jene, die aktiv twittern, eh’ irrelevant. Und diejenigen, die nicht twittern, von Twitter zu überzeugen, ist eh’ schwer. Muss ja niemand, der nicht will. Ich stehe immer noch zu einem Satz, den vor langer Zeit mal geschrieben habe:
“Twitter ist wie Abseits: Man kann es nicht erklären, aber wenn man drinsteht, weiß man sofort wie es sich anfühlt.”
Und dann mag man es eben oder nicht. Neulich bin ich nun über einen Kommentar von Sascha Lobo zu diesem Thema gestolpert, an dem ich kurz anknüpfen möchte, um ihn noch weiter zu illustrieren. Das Bild, das ich gerne verwende, um Twitter zu erklären, ist das von der Kaffee-Ecke im Unternehmen oder der Küche bei der Party: Informationen informeller Art werden in der Kaffee-Ecke ausgetauscht, und die eigentliche Party steigt seit jeher in der Küche. Da erfährt man, was wirklich passiert. Es gibt viel Chit-Chat, aber eben auch viel Relevantes. Oder nochmal aufs Unternehmen gemünzt: Es gibt hier interdisziplinäre Kommunikation, hierarchiefreie Kommunikation. Vertraulichkeiten ohne Verbindlichkeiten. Sicherlich gibt’s hier manchmal auch Politik, Gerüchte, Indiskretionen; oft aber ist die Kaffee-Ecke das eigentliche “Schwarze Brett” des Unternehmens. Nicht zuletzt entstehen gerade in der gelösten Atmosphäre der “Meeting Zone” kreative Zirkel – spontan, ungeplant – und entwickeln neue Ideen. Ich habe Unternehmen kennengelernt, die diese Art des Arbeitens nachgerade kultivieren, die die “Meeting Zone” als “Working Zone” definieren, schnieke Möbel, W-Lan und Kaffee-Vollautomaten zur Verfügung stellen und das Arbeiten im Firmen-Café so fördern – weil sie ahnen, dass dabei Zählbares herauskommt.
Ein bisschen so ist auch Twitter, wie auch Sascha Lobo es sagt: ein Platz des Austauschs, der Empfehlung, der Zerstreuung. Ich hole mir da Inspiration, Amusement und durchaus auch ernsthafte Information, insbesondere auch professioneller Natur: Nie war es so leicht wie in Zeiten von Twitter die Nachrichtenlage im Blick zu behalten, Themenströme zu erkennen, ihre Reflektion durch die Redaktionen zu verfolgen. Andererseits gebe ich der Timeline selbst Input – das System beruht auf Geben und Nehmen, wie im “richtigen Leben” (als ob twittern unrichtig wäre…) auch: Sagst du mir was, sag ich dir was; so läuft’s doch. Twitter ist ein Instrument, das einen durch den Tag begleitet. Ob der Offline-Teil des Lebens darunter leidet, soll jeder selbst entscheiden. Meiner tut’s nicht; im Gegenteil, Twitter hat ihn bereichert. Ich lese mehr Information und mehr Meinung als früher. Und dadurch ist im Offline-Teil des Lebens mein Tellerrand ist niedriger geworden, der Blick darüber hinaus leichter.
Und wenn auf Twitter auch manchmal Säue durchs Dorf getrieben werden: Man muss ja nicht jeder nachlaufen. Würde man in der Kaffee-Ecke ja auch nicht.
Followermanagement by “Tweepi”
January 29th, 2010Ziemlich lang habe ich nach einem Tool gesucht, das mir zuverlässig Informationen über meine Twitter-Follower und -Verfolgten gibt und das mir gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, per Tickbox zu un-/followen.
Tweeple macht das ziemlich perfekt. Heute hab’ ich zunächst mal das gemacht, was ich schon lange wollte: Inaktive Verfolgte herausgefiltert und entfolgt. Inaktiv bedeutet für mich, dass zwei Monate kein Tweet mehr kam – das waren bei mir nur gut fünf Prozent der Verfolgten. Rund 80% der Leute, die ich lese, sind fast täglich bei Twitter aktiv – das deckt sich mit meinem zuvor nur subjektiven Eindruck eines sehr heterogenen, kommunikativen und angenehmen Verfolgtenfeldes. Klar – sonst hätte ich Euch ja nicht auf der Liste.
Also: “Tweepi” – bei mir ab sofort in den Bookmarks.
Tweepi :: a geekier, faster way to bulk add quality followers.
Barcamp? Check.
September 13th, 2009Ok. Es wurde Zeit. Da spiele ich seit… ach, fragt nicht in diesem Web mit und war noch nicht ernsthaft auf einem Barcamp. Ich hab zwar übers FutureMusicCamp in Mannheim berichtet, über das erste Barcamp Rhein-Neckar haben wir bei RNF im Studio gesprochen, dann war da die re:publica 09, diverse Twittertreffen und -lesungen – aber eben noch kein Barcamp. Das wäre nun aber auch abgehakt.
Zumindest an einem Tag hab ich beim Barcamp II in Stuttgart mitgemacht. Viele der Mitcamper kannte ich ja schon von anderen ähnlichen Events, daher war das Real-Life-Treffen alleine schon nett. Und auch von den Sessions hab ich doch einiges mitgenommen.
Etwa von der Session von Nadia Zaboura von der MFG , die ja nun auch einer der Hauptsponsoren des BC war, über die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg. Die Kernfakten hat Oliver Gassner quasi live gebloggt – spannende Einblicke in die IT-Welt im Ländle.
Die zweite Session zum Themenkomplex “Recht im Web 2.0″ fand ich aus professioneller Sicht spannend: Carsten Ulbricht sprach über die Haftung von Betreibern von Bewertungsportalen für User Generated Content. Dort gab es einige Aspekte, die künftig auch für den Umgang mit Community-Beiträgen auf RNF.de erhellend sein können – und wenn es auch nur die Erkenntnis ist, dass es im Web noch erhebliche Grauräume gibt, die im konkreten Fall fast immer auf eine Einzelfallentscheidung hinauslaufen. Alles im allem blieb für mich nach der Session das Fazit, dass wir im Aufbau und rechtlichen Konstruktion der Community doch einiges richtig gemacht haben.
Nach der Mittagspause Session drei, die mir hoffentlich nachhaltig persönlich etwas bringt. Oliver Gassner beschäftigte sich mit “Getting Things Done” und der Umsetzung des Credos: “Der Kopf ist zum Denken da und nicht, um an etwas zu denken”. Ich hab mich daraufhin gleich mal detaillierter mit Task-Listen und der Organisation des beruflichen Alltags beschäftigt und habe dank der Recherche und einer kleinen Diskussion mit Oli nach der Session endlich den fehlenden Link für meine Organisation gefunden: Rememberthemilk.com (das ich ohnehin schon hatte) bietet neben der Verwaltung von Arbeitsaufgaben im Web auch eine Software fürs Smartphone, das die persönliche Task-Liste im Mobiltelefon mit der Web-Plattform synchronisiert. Damit entfällt – endlich – die “doppelte Buchführung” von priorisierten Tasks im Handy (oder Moleskine) und im Web (falls der Akku in die Knie geht oder das Buch wieder mal zu Hause liegen bleibt…). Außerdem gibt’s von RTM auch ein Firefox-Plugin für GMail, was als Fenster ja ohnehin immer irgendwie offen steht. Damit rechne ich mir immens steigende Chancen aus, dass ich über den Tag viel von dem weggestapelten Kleinkram künftig schneller erledigt und effektiver bekomme.
Zum Abschluss hab ich mir noch die “Blogcheck”-Session von Oliver angehört und parallel gleich ein bisserl am Blog rumgeschraubt. Naja. So richtig viel habe ich noch nicht hinbekommen. Irgendwann will ich für Deltanews.de eh ein neues Theme oder zumindest mal einen neuen Header.
Fazit: Das erste “echte” Barcamp hat richtig viel Spaß gemacht. Ein Riesendank an Jan Theofel, Carsten Ulbricht und ihr Team für die Orga. W-Lan, Raumplanung, Verpflegung – das hat aus meiner Sicht alles super geklappt. Barcamps haben ihren Erfolg ja durch das Gleichgewicht von Geben und Nehmen – diesmal war ich definitiv auf der Seite der “Nehmer”. Einerseits wollte ich mich zunächst einmal orientieren über die Machart und die Inhalte der Sessions, andererseits hätte ich mich auch bei den rein “manuellen” Tätigkeiten wegen eines Hexenschusses (“Ooooch…”) nicht so wirklich einbringen können. Sorry dafür. Aber das kann sich ja künftig alles ändern. Heute habe ich mich mal fürs Videocamp in Essen Ende November vorregistriert. Mal gucken, was mir da für eine eventuelle Session so alles einfällt…
Mobilfunknetzbetreiberwerbestrategien mal so von außen betrachtet
August 1st, 2009Da gibt es Vodafone. Der rote Riese launcht mit einem immensen Aufwand eine neue Kampagne: “Es ist Deine Zeit”. Irgendso ein Ding auf der Suche nach einem neuen Profil. Irgendwas, um die Generation Upload anzusprechen. Ob eben jene Generation versteht, was Vodafone von ihr will, nämlich Upload, weiß ich nicht. Das steht da nämlich nirgends. Dafür gibt’s jede Menge Beef von der Generation, die eh schon ständig uploadet. Ein Riesenstress, weil Kollege Lobo und Frau Schnutinger sich kommerziell hergeben. In einem TV-Spot, der aufwändig ist, aber für mich nur auf einer sehr metamäßigen Ebene irgendwas aussagt. Es gibt ein Blog, und in dem gibt es böse Kommentare, in denen es sich vor allem um fehlende Knöppe an einem Handy dreht, dessen Name schon fast nix mehr zur Sache tut. Es gibt auch eine lustige Veräpple der Vodafone-Kampagne, in der das Unternehmen Yodafone heißt und in der ein kleiner grüner Mann der Hero ist. Das ist lustig und viral, aber leider nicht beabsichtigt. Und ob das nun eine Konsequenz aus allem ist oder nicht: Im Fernsehen laufen jetzt Spots ohne Frau Schnutinger und ohne Herrn Lobo. Für ihn sitzt seit ein paar Tagen irgendein anderer Generation-Uploader im Bus, der in echt wahrscheinlich gar nicht zur Generation Upload gehört. Was aber auch nix zur Sache tut. Wahrscheinlich ist der umgeschnittene Spot kürzer, damit günstiger, war eh schon immer so geplant, und das dürfte dann auch die offizielle Erklärung dafür sein, dass die aktuellen Webzweinullies in der Kampagne keine so große Rolle mehr spielen. Schreib ich jetzt halt mal so. Ungeprüft.
Und was macht T-mobile? Zeigt in der Werbung ein iPhone. Schwarz auf weißem Grund. Mehr nicht. Noch Fragen?
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