Archive for the ‘Privat und selbstreferenziell’ category

Grün.

March 8th, 2010

Wie gesagt, ein neues Theme für diese Seite steckte mir schon länger in der Nase – jetzt isses da. Ich habe mich für “Green Park 2″ von Cordobo entschieden, einfach weil hier ein paar Dinge zusammen kamen:

  • Erstens mal kenne ich den @cordobo persönlich, was mir schon sehr sympathisch ist. Immerhin hat er auch das Design für rnf.de gezimmert, was mir nach wie vor auch sehr gut gefällt.
  • Zweitens bin ich neulich beim unvoreingenommen Theme-Browsen über “Green Park 2″ gestolpert, fand es ziemlich klasse, weil es leicht, übersichtlich und mit vielen Weißflächen daher kam – und habe dann erst bemerkt, dass es vom Cordobo ist. Dies also ein Pluspunkt der unvoreingenommenen Art.
  • Drittens passt das Theme farblich ziemlich brilliant zu meinem iPhone-Cover – was unter Corporate-Gesichtspunkten wahrscheinlich der schlagendste Punkt sein dürfte ;-)

Von allem mal abgesehen: Der Wechsel von K2 zu “Green Park 2″ ging vollkommen reibungslos vonstatten. Alle Widgets, Voreinstellungen etc. blieben vollständig erhalten, grade das Richtige für einen WP-Legastheniker wie mich. Hat er gut gemacht, der Cordo.

“Warum nun eigentlich Twitter?”

January 31st, 2010

Die Frage ist für all jene, die aktiv twittern, eh’ irrelevant. Und diejenigen, die nicht twittern, von Twitter zu überzeugen, ist eh’ schwer. Muss ja niemand, der nicht will. Ich stehe immer noch zu einem Satz, den vor langer Zeit mal geschrieben habe:

“Twitter ist wie Abseits: Man kann es nicht erklären, aber wenn man drinsteht, weiß man sofort wie es sich anfühlt.”

Und dann mag man es eben oder nicht. Neulich bin ich nun über einen Kommentar von Sascha Lobo zu diesem Thema gestolpert, an dem ich kurz anknüpfen möchte, um ihn noch weiter zu illustrieren. Das Bild, das ich gerne verwende, um Twitter zu erklären, ist das von der Kaffee-Ecke im Unternehmen oder der Küche bei der Party: Informationen informeller Art werden in der Kaffee-Ecke ausgetauscht, und die eigentliche Party steigt seit jeher in der Küche. Da erfährt man, was wirklich passiert. Es gibt viel Chit-Chat, aber eben auch viel Relevantes. Oder nochmal aufs Unternehmen gemünzt: Es gibt hier interdisziplinäre Kommunikation, hierarchiefreie Kommunikation. Vertraulichkeiten ohne Verbindlichkeiten. Sicherlich gibt’s hier manchmal auch Politik, Gerüchte, Indiskretionen; oft aber ist die Kaffee-Ecke das eigentliche “Schwarze Brett” des Unternehmens. Nicht zuletzt entstehen gerade in der gelösten Atmosphäre der “Meeting Zone” kreative Zirkel – spontan, ungeplant – und entwickeln neue Ideen. Ich habe Unternehmen kennengelernt, die diese Art des Arbeitens nachgerade kultivieren, die die “Meeting Zone” als “Working Zone” definieren, schnieke Möbel, W-Lan und Kaffee-Vollautomaten zur Verfügung stellen und das Arbeiten im Firmen-Café so fördern – weil sie ahnen, dass dabei Zählbares herauskommt.

Ein bisschen so ist auch Twitter, wie auch Sascha Lobo es sagt: ein Platz des Austauschs, der Empfehlung, der Zerstreuung. Ich hole mir da Inspiration, Amusement und durchaus auch ernsthafte Information, insbesondere auch professioneller Natur: Nie war es so leicht wie in Zeiten von Twitter die Nachrichtenlage im Blick zu behalten, Themenströme zu erkennen, ihre Reflektion durch die Redaktionen zu verfolgen. Andererseits gebe ich der Timeline selbst Input – das System beruht auf Geben und Nehmen, wie im “richtigen Leben” (als ob twittern unrichtig wäre…) auch: Sagst du mir was, sag ich dir was; so läuft’s doch. Twitter ist ein Instrument, das einen durch den Tag begleitet. Ob der Offline-Teil des Lebens darunter leidet, soll jeder selbst entscheiden. Meiner tut’s nicht; im Gegenteil, Twitter hat ihn bereichert. Ich lese mehr Information und mehr Meinung als früher. Und dadurch ist im Offline-Teil des Lebens mein Tellerrand ist niedriger geworden, der Blick darüber hinaus leichter.

Und wenn auf Twitter auch manchmal Säue durchs Dorf getrieben werden: Man muss ja nicht jeder nachlaufen. Würde man in der Kaffee-Ecke ja auch nicht.

Heute ein @kiwiplotzer

November 8th, 2009

Heute war Erntezeit. Und zwar nicht bei Farmville, sondern so richtig in echt. Denn Mitte November ist die Zeit, in der in unseren Breitengraden Kiwis geerntet werden. An Plotzers Hüttchen war das heute eine ganze Ecke Arbeit. Offenbar hat das Jahr 2009 der Kiwi ganz gut in den Kram gepasst, denn sie hat getragen wie noch nie: Bei 1000 Früchten haben wir heute aufgehört zu zählen und auch aufgehört zu arbeiten. Grob geschätzt 500 hängen noch drin in der Pflanze – die kommen dann nächstes Wochenende runter. So alles in allem sind das nun doch viiiiiiel mehr geworden, als ich im Juni an dieser Stelle noch prophezeit habe.

Die Früchtchen reifen jetzt noch etwa vier Wochen im Keller nach, und dann stellt sich heraus, ob die Masse dieses Jahres auch Klasse bedeutet. Dann sollten die Kiwis butterweich und süß sein. Und wenn dann klar ist, dass Dinger was taugen, werden wir ein paar davon unters Volk bringen – bevor wir selbst ganz grün werden.

Posted via email from Hingepinnt und hergeplotzert

Neues Outfit

September 30th, 2009

Nicht erschrecken, Ihr seid richtig. Nach anderthalb Jahren deltanews.de hatte ich Lust, ein bisschen was zu verändern. Eigentlich hätte ich ja gerne ein schönes, klares, aufgeräumtes Theme; aber ich habe den Eindruck, die sind alle nicht so leicht zu handhaben wie das K2, in dem ich ja auch schon einiges rumgewurschtelt habe, was mir bei einem Wechsel verloren ginge.

Was soll’s. Nun habe ich wenigstens mal die Linkfarbe von Standard auf was anderes geändert und dem Kopf ‘nen neuen Header verpasst. Das ist zwar auch noch nicht so ganz die Mannheimer Skyline, die ich mir für den Titel vorgestellt hatte – einfach deshalb, weil das jetzige Bild die Ludwigshafener Skyline zeigt ;-) ; übrigens fotografiert vom “Hafenstrand” aus, der Lounge im Mannheimer Musikpark, mehr zufällig als geplant. So spektakulär wie gewünscht war der Sonnenuntergang dann auch nicht – aber egal: der Anfang ist gemacht. Und wenn das Motiv, das ich mir eigentlich ausgedacht hatte, in diesem Jahr nochmal so ausschaut, wie ich es mir denke, dann hab ich’s ja mit ein paar Mausklicks online.

Das Kiwi-Blog

June 26th, 2009

Ich habe in der Vergangenheit schon mehrfach darüber getwittert: Dass ich mal wieder in der Kiwi sei. Dass ich Äste rausschneiden würde. Dass es der Ernte entgegen gehe. Und so weiter. Und nicht selten kamen ungläubige Kommentare zurück: “Kiwiiis? Hiiier?” Aber klar. Und damit der Unglaube nun ein Ende habe – dafür hab ich das Wachstum der Kiwis in diesem Jahr von Beginn an dokumentiert.

Im April beginnt unsere Kiwi hier ganz langsam auszutreiben, und von da an kann man ihr gewissermaßen täglich beim Wachsen zusehen. Dieses bunte grüne Aus-Treiben habe ich jetzt in einer Picasa-Foto-Show zusammengetragen. Eine Kiwi-Doku sozusagen. Jetzt, Ende Juni, ist allerdings gerade mal die Hälfte des Wachstums bis zur Ernte vorbei. Die Früchte bleiben bis zum ersten Frost Ende November an der Pflanze, werden dann geerntet und müssen dann im Keller noch bis kurz vor Weihnachten nachreifen. Und dann, tja, dann gibt’s wunderbar süße, perfekt butterweiche, hundertprozentige Öko-Kiwis bis zum Abwinken. An der Pflanze, die ihr in den Bildern seht… (Kappes!) An den beiden Pflanzen, die ihr in den Bildern seht (denn es handelt sich um ein Männlein und ein Weiblein, eine weitere Pflanze ist abgestorben) reifen jedes Jahr zwischen 400 und 700 Früchte heran – je nach Kiwi-Laune. In jedem Fall aber ausreichend.

Die Foto-Show will ich bis November natürlich weiterführen, und Bilder von der Ernte gibt’s dann auch. Der wirklich spannende Teil aber – nämlich die Frage, ob die Bestäubung gut hingehauen hat und ob es wieder ein paar Kiwis gibt – ist inzwischen abgeschlossen. Ab jetzt wachsen die Früchte fein vor sich hin…

Glennkill

June 25th, 2009
Glennkill-Cover

Glennkill-Cover

Endlich hab ich den irischen Schafskrimi durch. Ich hab’ allerdings einen Fehler gemacht und ihn immer nur in kleinen Abschnitten gelesen. Das hat das Buch nicht verdient. Man sollte sich Urlaub dafür nehmen, Zeit haben und es in einem Rutsch durchblättern – ohne Kompromisse. Dann taucht man ein in die seltsam-witzige Gedankenwelt der Schafe, mitten hinein in ihre skurrile Kombinationsgabe und in ihre abenteuerlichen Argumentationsketten. Und dann – ist plötzlich auch alles ganz logisch…

Davon mal abgesehen: Ich hab’ immer wieder gegackert vor Lachen, alle paar Seiten, und zwar lauthals. Manche Passagen sind so unglaublich brillant – man kann nicht umhin, als auf offener Szene Applaus zu klatschen.

Mehr zum Buch (und das Buch selbst) gibt’s bei Amazon.

Posted via email from kirscheplotzer’s posterous

Das Urlaubsdomizil

June 16th, 2009

Der Vollständigkeit halber: Da das Hotel Mardusa im Montafon als Preis bei der RNF-Sommertour einen einwöchigen Familienaufenthalt als Preis sponsort, haben wir aus dem selbst gedrehten Promo-Material einen kleinen Film gezimmert. Hach – schee is scho… – siehe auch die Bilder einen Post früher.

Kurzurlaub in den Bergen

June 4th, 2009

Alles offline – naja, so gut wie. Es ist Urlaub. Eine lange Pfingstwoche im Montafon mit Natur, Golf, Seelebaumeln, spannender Action für die Kids – und einer grandiosen Landschaft, vier Stunden von hier in Vorarlberg in Österreich.
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Mist. Bloggeburtstag verpennt.

April 11th, 2009

Ja sowas. Am 29. März hat dieses Blog Geburtstag gehabt. Seinen ersten. In der Vorbereitung um die re:publica 09 hab’ ich das doch glatt verpennt. Naja, wurscht. Ich gratuliere mir – selbstreferenziell – dennoch nachträglich und will nur ein ganz kurzes Zwischenfazit ziehen: Das war ein seeehr lustiges und lehrreiches Jahr. Ich hatte ja früher schon so einige Blogversuche gestartet, dann wieder den Faden verloren und mich immer gefragt: Warum mache ich sowas eigentlich? Erst mit WordPress und der Verbindung zu Twitter und der übrigen Blogosphäre sowie der überhaupt inzwischen gewachsenen Wahrnehmung von Blogs hat mir es angefangen richtig Spaß zu machen, wieder mal ein Blog zu pflegen.

Eine Erfahrung, die ich dabei gemacht habe: Ich gehe mich anderen, offeneren Augen durch die Welt. Mehrmals am Tag stelle ich mir die Frage: War an diesem Tag irgendetwas Bloggenswertes? Etwas, das auch andere Menschen interessieren könnte? Hab ich also etwas Wertvolles erlebt? Und so lasse ich den Tag Revue passieren – was ich früher so bewusst nicht getan habe. Nicht selten sind Ereignisse einfach zu privat, als dass ich sie ins Netz hinausblasen wollte, klar. Aber die ein oder andere Ankedote war ja schon dabei, die sich einfach hübsch erzählen ließ. Noch dazu hat mich die Bloggerei als interessierten Laien in Sachen IT eine ganze Ecke weitergebracht. Über Twitter und die dadurch kennengelernten Tools für WordPress & Co. bin ich doch nochmal ein bisschen fitter im Umgang mit der Materie geworden; deshalb sehen die Seitenleisten immer wieder unterschiedlich aus. Wobei ich eine Entwicklung durchmache, die wohl einige von Euch kennen: Nach einer Phase, in der ich jedes Widget ausprobiert habe, kommt nun so ein bisschen die Rückbesinnung auf die Basics und die Frage: Was braucht man denn nun wirklich im Blog? Im Moment sieht es im Vergleich zu den ersten Wochen echt schon aufgeräumt aus – Blog-Feng-Shui, sozusagen. Ich wurschtel halt dran rum, sobald mal ein bisschen Zeit ist. Mal sehen, wo ich zum 2. Bloggeburtstag stehe. Im Moment fühlt es sich so an, als würde ich eher aktiver denn passiver.

Und last, but not least: eine Menge interessanter Menschen hab’ ich “kennengelernt” unter den Bloggern, viele Meinungen, viel Fachwissen, und durch den den Besuch der re:publica nicht nur virtuell, sondern nun sogar zum Teil im richtigen Leben. Und in der realen Sozialisierung hat Bloggen dann schon wieder einen Wert mehr für sich.

How much watch?

March 29th, 2009

Es gibt Dinge, von denen ich nicht glaubte mich mit ihnen jemals noch einmal beschäftigen zu müssen. Die Sommerzeit zum Beispiel. Von wenigen analogen Zeitmessern in der Wohnung einmal abgesehen stellt sich meine digitale Existenz inzwischen völlig geräuschlos von selbst um: Funk-Armbanduhr, PC, Handy. Handy? Dachte ich. Doch man sollte nicht glauben, was noch im Jahr 2009 alles passieren kann…

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Das Objekt: Ein noch nicht sehr altes SonyEricsson X1 Xperia, gekauft zur Winterzeit vor ziemlich genau vier Monaten. Aktuell führendes Modell der “connect”-Bestenliste in der Kategorie PDA-Phones. Ein absolutes Kommunikationswunder, Push-Mail-Gedöns, vollständige QWERTZ-Tastatur unter dem Touchscreen-Slider, Display-Auflösung 800 x 480, richtig Prozessorleistung unter der Haube; genau genommen einem Netbook näher als einem Handy.

Und nun überraschte mich die Spreche heute früh zwar mit der Meldung, dass die Sommerzeit angebrochen sei – indes: sie hatte ausweislich meines Displays faktisch vergessen, die Uhr um eine Stunde vorzustellen.

Nach einigem Werkeln in diversen Menüs bin ich nun ziemlich sicher, dass da ein mittelgroßer Käfer sein Unwesen treibt. Denn: Die Systemzeit des Handys hat sich tatsächlich auf Sommerzeit umgestellt, einzig die Uhr auf meinem Lieblingspanel ["Panels" sind beim X1 unterschiedliche Oberflächen (ähnlich einem Desktop), die man dem Gerät als Hauptbildschirm individuell zuweisen kann] verharrt stur in der Winterzeit. In allen anderen Panels stellt sie sich entsprechend der Systemzeit um. Irgendwie ein Hammer.

Damit ist mein Handy für zumindest eine Hälfte des Jahres ein ziemlich verwirrendes Ding. Denn mein Lieblings-Panel möchte ich nur ungern aufgeben, weil es auf einen Blick alle relevanten Informationen anzeigt: Entgangene Anrufe, SMS, Emails, W-Lan-, UMTS- und Bluetooth-Status, Klingelprofil, Temperatur, Termine, Aufgaben, RSS-Feeds, Shortcuts zu den wichtigsten Anwendungen und die Uhrzeit. Ähh – die falsche Uhrzeit. Und zwar unabänderlich. Bleiben zwei Möglichkeiten:

  1. Ich denk’ mir im Sommer immer eine Stunde dazu (eine absolut zeitgemäße Maßnahme im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert)
  2. Ich ziehe vorübergehend nach England (wenig pragmatisch im Vergleich zu Alternative a))

Oder ich frag’ alternativ mal bei SonyEricsson, was sie sich bei dem Quatsch eigentlich gedacht haben.

Edit: Die Funktion zum Einstellen der Sommerzeit verbirgt sich im Panel bei der Angabe des Ortes, den man wählt, um sich die lokale Temperatur anzuzeigen zu lassen. Ich lebe jetzt also wieder in der richtigen Zeit. Und auf die Funktion gestoßen bin ich nur, weil ich aus lauter Verzweiflung heute früh (30.03.) ein Betriebssystemupdate gemacht habe, in dem ich ALLE Einstellungen neu konfgurieren musste – auch meinen Heimatstandort. Und da sah ich dann die Auswahlmöglichkeit “Sommerzeit”. Menno.