“Liebe geht durch den Magen”, sagt man – und da ist was dran. Dieser Meinung ist auch die Metropolregion Rhein-Neckar, die in diesen Tagen einen Werbeträger der ganz anderen Art vorstellt: den “Metropolitaner”. Ein Stück Gebäck, das es in dieser Form noch nie gab. Eine Neu-Kreation, die sich im Verlauf der letzten etwa anderthalb Jahre gegen Dutzende andere in mehreren Probier-Runden unter Experten durchsetzte. Ein Schoko-Rührteig mit Mandeln und Cranberries, unten dran ein Schoko-Fuß und obendrauf ein Marzipan-Blättchen mit dem Logo der Metropolregion. Mehr ist über das Rezept nicht zu erfahren. Es ist geheim und noch dazu markenrechtlich geschützt, ebenso wie der Name “Metropolitaner” selbst. Nach einer Verkostung würde ich sagen: Irgendwas Zimtiges könnte noch drin sein, ein bisschen Orangeat vielleicht – aber das ist eine reine Mutmaßung. Lecker ist er in jedem Fall, der Metropolitaner, der aussieht wie ein in eine Dreiecksform gepresster Muffin. Was im Prinzip sogar stimmt, denn eigens für den Metropolitaner bietet der Back-Großhandel jetzt Silikonformen in Delta-Form an, die künftig in den Bäckereien der Region zum Einsatz kommen sollen. Etwa ab November wird der Metropolitaner flächendeckend erhältlich sein. Noch ist es schwierig, das neue Gebäck zu probieren: Die erste größere Charge ging nämlich zunächst einmal nach München zum Auftritt der Metropolregion auf der Gewerbeimmobilienmesse “Expo Real”.
Am Ende muss wohl jeder selbst herausfinden wie das neue Stückchen Kuchen für ihn schmeckt: Für mich war er würzig wie “Mannemer Dreck”, sättigend wie ein “Woiknorze” und süß wie ein “Heidelberger Studentenkuss”. Eine feine Melange, sicherlich kalorienreich. Die Rezeptur verspricht, dass sich ein Metropolitaner zwei Wochen lang hält; daher eignet er sich auch als Geschenk, weshalb er auch in einer eigens designten Vierer- oder Zehnerbox zu kaufen sein wird. Und er kann sogar verschickt werden – aus der Metropolregion in die ganze Welt.


