Die Metropolregion Rhein-Neckar präsentiert sich im Holiday Park Haßloch mit einer eigenen Halle. Für die vielen Besucher des Parks aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland ist das wohl der erste Berührungspunkt mit der MRN – schon alleine deswegen ist die Halle eine durchaus sinnvolle Einrichtung. Der erste Eindruck ist bekanntermaßen der wichtigste.
Die Ausstellung wird periodisch aktualisiert. Wer sich hier ein paar Minuten Zeit nimmt, erfährt schon einiges über die Region, in der er sich gerade aufhält – und da sind auch einige Dinge dabei, die selbst den Einheimischen nicht auf Anhieb geläufig sein dürften. Neben der Metropolregion selbst präsentieren sich Firmen und Institutionen aus der Region, etwa der Cityflughafen Mannheim, die S-Bahn Rhein-Neckar und die BASF.
Ein Teil der Ausstellung ist interaktiv gestaltet; da ist zwar nicht soviel Action geboten wie in der Expedition GeForce oder dem Donnerfluss nebenan, trotzdem scheint es den Besuchern zu gefallen. Wann immer ich in den vergangenen Jahren im Holiday Park war, schauten sich andere Besucher in der Halle um. Nebenbei: Die Filme in der MRN-Halle kamen mir nicht ganz unbekannt vor… die meisten kommen aus dem Hause RNF
Unter den hunderten Foto-Apps für das iPhone scheint sich eine zu einer Art Kult-App zu entwickeln: Hipstamatic, und das, obwohl sie vergleichsweise teuer ist und durch InApp-Purchase-Möglichkeiten die Chance offen hält, immer mal noch ein paar Cent zusätzlich zu generieren: Linsen, Blitze, Filme – jedes Feature, das ein Bild noch ein bisschen mehr aufhübscht und einen noch individuelleren Charakter verleiht, kostet. Noch dazu sind die Bilder nicht eben scharf, sondern vor allem verkratzt und verwackelt, neudeutsch: Vintage, wie beim Analogmodell eben.
Auf Facebook und Twitter entspinnen sich Ratespielchen, welches Bild unter Verwendung welcher Linse, welches Blitzes und welches Filmes entstanden ist. Die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unendlich.
Ich fand heute ein abgeerntetes Getreidefeld hier um die Ecke fotografierenswert; die Sonne stand tief über dem Acker, die Heuballen leuchteten im Licht. Ein sehr passendes Motiv, um mal einige – wenn auch bei weitem nicht alle -Hipstashots auszuprobieren. Welcher gefällt Euch am besten?
1. Lens: Jimmy, Film: Ina’s 1969
2. Lens: John S, Film: Pistil
3. Lens: John S, Film: Float
4. Lens: Jimmy, Film: Float
5. Lens: Jimmy, Film: Pistil
6. Lens: Roboto Glitter, Film: Pistil
7. Roboto Glitter, Film: Float
8. Lens: Helga Viking, Film: Pistil
9. Lens: Helaga Viking, Film: Float
10. Das Original ohne Effekte (iPhone-eigene Foto-App)
Zu den aktuellen Temperaturen kam “Zu heiß” von Farin Urlaub (YouTube) grade recht. Ein Song aus der Hängematte gegen die schwülende Drücke. Ich kann’s musikalisch nicht direkt festmachen, aber “Zu heiß” erinnerte mich sofort brutalitös an “Die Hitz’” von Chako Habekost.
Das wiederum ist gewissermaßen die Ode an die hohe Temperatur, bereits ein paar Jahre alt, festgemacht an der Quadratestadt Mannheim und dargebracht im ganzen Liebreiz ihres Dialekts. Ja. Schee. Kannsch do glei selwert heere. Unn doo owwe is nochemo der Link zu dem anner Dogg Hollidää doo, dem Urlaub vun denne Ärzte. Weescht schunn. Kannsch dann grad selwert vergleische. Alla.
Jodie Foster hätte ihren Spaß. Hier, im Wallis. Zwischen Leuk und Leukerbad, an einem der nördlichen Hänge des Rhône-Tals. Zwischen Weinbergen, mittelalterlichen Burgen, Skigebieten – unwirklich, unpassend, unübersehbar: ein Plateau, vollgebaut mit Satelliten-Schüsseln. Dutzenden. Betrachtet man sie aus der Entfernung, vom Tal oder einem Nachbarberg aus, dann scheinen die Dimensionen zu verwischen – denn sie passen nicht ins übliche Wahrnehmungsschema. Sie sind groß, sehr groß. So groß, dass sie in Google Earth oder Google Maps problemlos auszumachen sind. Größere Kartenansicht
Nähert man sich dem Plateau, beschleicht einen unwillkürlich ein Hauch von Science Fiction, Mystery. Dieses “Akte X”-Ding. Das, was man auch fühlt, wenn man ein Atomkraftwerk besucht. Ruhig ist es rund um die Satelliten-Schüsseln. Kein Mensch da. Mehrere tausend Quadratmeter Areal, aber scheinbar menschenleer. Nur diese Dinger. Die sich manchmal langsam, sehr langsam, beginnen zu bewegen. Rund 30 Meter hoch sind sie. Parabol-Antennen. Und sie verströmen diesen Odem des 80er-Jahre High-Tech. Und natürlich fragt man sich: Wozu sind sie da? Überdimensionierter Lauschangriff? Suche nach “Contact”, nach den Außerirdischen, irgendwo da draußen?
Eigentlich erwartet man, irgendwelche campierenden Verschwörungsfanatiker vor dem Hochsicherheitstor aufzuschrecken. Die mit dem Alien tanzen. Aber nichtmal die sind hier. Statt dessen zeigt ein schüchterner Pfeil in Richtung “Expo”.
Ein Pfad durch ein kleines Wäldchen führt zu einem Pavillon, der vor 20 Jahren sicherlich sehr futuristisch wirkte. Auch hier – kein Mensch. Die Ausstellung zur Schüssel ist nicht sehr ausführlich, dafür ziemlich in die Jahre gekommen, aber immerhin kostenlos. Und sie lehrt, dass die Schweiz hier nicht etwa Aliens sucht, sondern anderweitig Kontakt schafft: Die Erdfunkstelle im Wallis verbindet die “Intelsat”-Satelliten auf der geostationären Umlaufbahn über dem Atlantik mit denen über dem Pazifik. Eine Relaisstation also für Telefon, Fernsehen, Internet. Dazu kommen Verbindungen über Eutelsat. Und irgendwie kann alles kreuz und quer gekoppelt und miteinander verbunden werden. Leider ist die “Expo” für Laien nicht sehr verständlich und für Fortgeschrittene nicht sehr auskunftsfreudig.
Immerhin beantwortet die Ausstellung die Frage, warum die Eidgenossen ausgerechnet hier, inmitten eines Landstrichs, in dem Rainer Maria Rilke Inspiration suchte, fand und in dem er schließlich begraben wurde, warum also ausgerechnet hier die Schüsseln aufstellen mussten?
Offenbar hängt dies ausgerechnet mit den Vorzügen eben dieses Landstrichs zusammen: Die Berge beidseits des Rhône-Tals schützen die filigrane Technik vor allzu wilden Stürmen, dazu hat das Wallis die höchste Sonnenscheindauer in der Schweiz – und wolkenfreier Himmel hat einer Satelliten-Verbindung schon immer gut getan. Außerdem biete das Plateau, so heißt es, freie Sicht auf die Satelliten über Atlantik und Pazifik. Und von Aliens ausgesandte elektromagnetische Wellen – die lassen sich hier bestimmt auch brilliant gut empfangen… Und nur hier… [an dieser Stelle bitte ein bisschen Unheimlichmusik dazu denken]
Die folgenden zwölf Bilder sind bei Flickr nochmal in Ruhe anzugucken. Auf dem ersten Foto sind die Schüsseln in der linken Bildhäfte zu sehen – aus etwa 10 km Entfernung.
Nachdem wir hier schon häufiger mal über Seegurken als chinesische Spezialität philosophiert haben, nun zur Komplettierung mal ein etwas anderes Modell: Zum Nachtreffen der Chinareise vom Januar gab’s dieses eigens hergestellte Unikat – äußerlich zwar in Originalform, im Innern dann aber doch mehr Mozartkugel. Was in Anbetracht einer vorwiegend glibbrigen Erinnerung an das echte Seeungeheuer keinen der Mitfahrer tatsächlich verärgerte.
Die Schnitzeljagd um “Nanas kleine Welt” wird irgendwie immer spannender – und die Orte, an denen die “Schlüsselkarten” in Mannheim gefunden werden können, immer “unoffensichtlicher”. Die vierte Karte fiel mir heute Mittag in die Hände, als ich zufällig an dem “Werk” aus dem Rätselhinweis vorbeifuhr und mir dann klar wurde, wie gut an dieser Stelle Nanas Tipps zusammen passten. Nachgefragt. Volltreffer.
BTW: Mit dem “Zeitraumexit” hat der Fundort gar nichts zu tun. Hier habe ich nur gerade meinen nächsten Termin. Und dass Logo und Karte so gut zusammen passen – das ist wieder Zufall, und gar nicht viral.
Mehr zu meinen Erfahrungen rund um “Nanas kleine Welt” gibt’s demnächst bestimmt hier…
Dies hier ist eine Geschichte aus dem direkten Bekanntenkreis meiner Familie. Es geht um Noémie.
Noémie war noch im Bauch ihrer Mutter, als sie einen Schlaganfall bekam.
Eben. Vielleicht geht es Euch jetzt genau wie mir, als ich diesen Satz hörte. Ich musste ihn erst einmal nachklingen lassen, um zu begreifen, was er bedeutete. Musste die Welt erst einmal wieder zurecht rücken. Die wenigen Fakten ordnen, die eigentlich nicht zusammen gehören. Die mir in dieser Kombination noch nie begegnet sind.
Noémie ist heute drei Jahre alt. Sie lebt. Sie wird geliebt. Ihre Familie kämpft. Wie sehr, das erlebt meine Mutter sehr nah mit: Sie ist eine Kollegin von Noémies Mutter. Alles, was man zu Noémie wissen muss, gibt es auf ihrer Website nachzulesen: http://www.noemie-sonnenschein.de/
Warum ausgerechnet ICH das hier poste? Nun – mir geht das kleine Mädchen nicht mehr aus Kopf. Seine Familie schuftet und ackert, um die zahlreichen Therapien für die Kleine zu finanzieren. Katia Rickert, die Mutter, ist – quasi nebenbei – Konzertpianistin und spielt für ihre Tochter, um ein paar Euro zusätzlich in die Kasse zu bekommen. Zurzeit steht ganz akut die Investition in ein Therapie-Gerät an, das 15.000 Euro kostet – doch auch damit wird es dauerhaft nicht getan sein.
Ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Buzz im Netz, ein paar Trackbacks und Re-Tweets, in der Hoffnung, dass die Geschichte über Umwege bei einem Entscheider landet, der etwas bewegen kann und will. Ich erhoffe mir, dass das Netz etwas Gutes tun kann und Noémie auf seine Art hilft. Es gibt einen Presse-Artikel, den ich sehr bewegend finde. Ich habe ihn hier angehängt.