Archive for the ‘Dies und das’ category

Die vierte Karte

March 11th, 2010

Die Schnitzeljagd um “Nanas kleine Welt” wird irgendwie immer spannender – und die Orte, an denen die “Schlüsselkarten” in Mannheim gefunden werden können, immer “unoffensichtlicher”. Die vierte Karte fiel mir heute Mittag in die Hände, als ich zufällig an dem “Werk” aus dem Rätselhinweis vorbeifuhr und mir dann klar wurde, wie gut an dieser Stelle Nanas Tipps zusammen passten. Nachgefragt. Volltreffer.

BTW: Mit dem “Zeitraumexit” hat der Fundort gar nichts zu tun. Hier habe ich nur gerade meinen nächsten Termin. Und dass Logo und Karte so gut zusammen passen – das ist wieder Zufall, und gar nicht viral.

Mehr zu meinen Erfahrungen rund um “Nanas kleine Welt” gibt’s demnächst bestimmt hier…

Toaster, übermotiviert.

March 11th, 2010

Er tut das jeden Tag. Wirklich. Vor einer Weile hab’ ich das Phänomen auch mal in einen Tweet gepackt:

Da nun andernorts, beim Fußball und beim Eishockey, der Videobeweis eine steigende Relevanz erfährt, ist hier eine aktuelle Originalaufnahme dazu.

Es geht um Noémie

September 26th, 2009

Dies hier ist eine Geschichte aus dem direkten Bekanntenkreis meiner Familie. Es geht um Noémie.

Noémie war noch im Bauch ihrer Mutter, als sie einen Schlaganfall bekam.

noemie_startEben. Vielleicht geht es Euch jetzt genau wie mir, als ich diesen Satz hörte. Ich musste ihn erst einmal nachklingen lassen, um zu begreifen, was er bedeutete. Musste die Welt erst einmal wieder zurecht rücken. Die wenigen Fakten ordnen, die eigentlich nicht zusammen gehören. Die mir in dieser Kombination noch nie begegnet sind.

Noémie ist heute drei Jahre alt. Sie lebt. Sie wird geliebt. Ihre Familie kämpft. Wie sehr, das erlebt meine Mutter sehr nah mit: Sie ist eine Kollegin von Noémies Mutter. Alles, was man zu Noémie wissen muss, gibt es auf ihrer Website nachzulesen: http://www.noemie-sonnenschein.de/

Warum ausgerechnet ICH das hier poste? Nun – mir geht das kleine Mädchen nicht mehr aus Kopf. Seine Familie schuftet und ackert, um die zahlreichen Therapien für die Kleine zu finanzieren. Katia Rickert, die Mutter, ist – quasi nebenbei – Konzertpianistin und spielt für ihre Tochter, um ein paar Euro zusätzlich in die Kasse zu bekommen. Zurzeit steht ganz akut die Investition in ein Therapie-Gerät an, das 15.000 Euro kostet – doch auch damit wird es dauerhaft nicht getan sein.

4-hndig 29.8.2009

Ich erhoffe mir von diesem Post ein bisschen Buzz im Netz, ein paar Trackbacks und Re-Tweets, in der Hoffnung, dass die Geschichte über Umwege bei einem Entscheider landet, der etwas bewegen kann und will. Ich erhoffe mir, dass das Netz etwas Gutes tun kann und Noémie auf seine Art hilft. Es gibt einen Presse-Artikel, den ich sehr bewegend finde. Ich habe ihn hier angehängt.

» Read more: Es geht um Noémie

ÜFFES!

September 25th, 2009

Über Hörergeschichten im Radio darf man geteilter Meinung sein. Eine bei SWR3 dieser Tage möchte ich allerdings auf keinen Fall verpasst haben. Es ging in der Show so grundsätzlich und überhaupt um Vornamen, aufgehängt an dem Zitat: “Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose” und die Studie der Uni Oldenburg, nach der Namen bereits Assoziationen und damit Vorurteile bei Grundschullehrern wecken.

Wie auch immer – bei SWR3 sollten die Hörer ihre Erfahrungen mit Vornamen schildern – und eine Frau berichtete von einem Erlebnis auf dem Spielplatz. Dort rief eine Mit-Mutter nach ihrem Sohn: “ÜFFES! ÜÜÜFFEESS!!!” Auf die Frage hin, dass das ja ein interessanter Name sei und wo die Frau ihn denn her habe, habe die gesagt: “Och, den haben wir gelesen, und der hat uns gut gefallen.” Und wie man diesen Namen denn schreibe? “Y – V – E – S.” Üffes eben.

Posted via email from Hingepinnt und hergeplotzert

New Pop 09 – ganz spontan

September 20th, 2009

Am Wochenende führte mich eine Produktion nach Baden-Baden. Ein Kundenauftrag, ein angenehmer Termin. Klar wusste ich, dass das “SWR3 New Pop-Festival” anstand; hatte aber keinerlei Idee, wie es in Baden-Baden in diesem Tagen aussehen würde.

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Und vor allem ahnte ich nicht, dass ich im Epi-Zentrum des Festivals landen würde, denn: “unser” Tagungshotel direkt an Theater und Kurhaus war die Hauptabsteige der Stars. Wer nun glaubt, dass das im Haus selbst zu größerer Unruhe geführt hätte – mitnichten. Alles ging seinen routinierten, sehr zuvorkommenden Gang. Stars und Fans hatten ihre “Mixed Zone” vor dem Haupteingang: dort gab’s Autogramme, Shakehands, ein paar nette Worte; in der Lobby herrschte bereits wieder völlige Ruhe. Und so standen wir als Hotelgäste hier völlig entspannt Jan Delay (rollte auf einem “Segway” an), Cassandra Steen und Adel Tawil (“Stadt”) gegenüber. Im Restaurant schlürfte Magne Furuholmen, der Keyboarder von a-ha, seinen O-Saft; völlig unprätentiös. Und vor allem für uns völlig unerwartet.

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Klar – am Abend sind wir dann doch nochmal übers Gelände gezogen. Die große LeinwandDSC_0851 stand ohnehin in unmittelbarer Sichtweite. 20 Meter, und wir waren mittendrin im Geschehen. Mitten in der City, mitten in einer Masse von Tausenden von Menschen, die allesamt bester Laune waren.

Die ganze Stadt feierte mit: Kneipen und Bistros machten Mukke bis früh am Morgen, auf öffentlichen Plätzen gab es Laser-Shows, Geschäfte hatten bis Mitternacht offen. Doch – so ein spontanes, ungeplantes New Pop Festival – das hat schon was.

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Slinkachu aufm Werksgelände. So ‘ne Art von.

September 18th, 2009

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Es dauerte bis heute, ehe ich etwas von Slinkachus “Little People”-Projekt erfuhr: Kleine Menschen in Alltagssituationen, irgendwo in unserer realen Welt positioniert. Wie ich drauf kam? Über einen schlauen Kollegen. Bei einem Dreh auf dem Werksgelände der BASF in Ludwigshafen fiel meinem Kameramann (das sind die Menschen mit dem speziell scharfen Blick fürs Wesentliche) ein kleines Eselchen auf, das dort auf einem Stein wohnt. Völlig unscheinbar. Quasi zwangsläufig übersehbar. Knipse rausgezogen, fotografiert. Feine Sache. Und noch was dazu gelernt.

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What did you do when… Michael Jackson died?

June 26th, 2009

Es ist wahrscheinlich wieder einer dieser Tage. Man wird sich später fragen: “Weißt du noch wie es war? Der Tag, an dem Michael Jackson gestorben ist? Was hast du da gemacht? Wie hast du es erfahren?” Diese Energie hat dieser heutige Tag, unbestritten.

Ich für meinen Teil hätte die Dramatik der letzten Stunden Jackos  (bzw. eigentlich ja die aktuelle Berichterstattung darüber) normalerweise eigentlich eher nicht mitbekommen. Ich saß vor der Glotze und zappte so rum. Schaute “Numb3rs”, eine Serie, die sonst auch nicht zu meiner TV-Routine gehört. Und danach dann, beim letzten Rush durchs audiovisuelle Angebot, blieb ich an der Tickerleiste von n-tv hängen: “Michael Jackson im Krankenhaus. Herzstillstand. Koma.” Das waren so die Schlagworte kurz vor Mitternacht. Ich zappte mich durch zu CNN, denn – sorry – bei n-tv oder N24 auf aktuelle Bilder oder eine Unterbrechung des Programms zu hoffen, habe ich aufgegeben. “Breaking News”, also: Programmunterbrecher, finden dort ja eher nicht mehr statt. Nur in der Tickerleiste eben. Weil’s halt gut klingt. Aber das nur nebenbei.

Bei CNN war’s dann so wie erwartet: Wolf Blitzer moderierte souverän die aktuellen Ereignisse herunter. Schaltungen, Telefon-Interviews. Und was bemerkenswert war: Selbst als RTL im Nachtjournal und die ARD im Nachtmagazin schon die ersten nachrufartigen Beiträge am Start hatten, hielt sich CNN die Hintertür offen: Jackson sei tot, sagten “LA Times” und NBC, aber: “CNN cannot confirm yet”, hieß es immer wieder. In diesen Minuten nicht der erste sein zu wollen, der die Todesnachricht heraus bläst und als erste Quelle genannt wird – dazu gehört schon was. Erst als ein Gerichtsmediziner, ein Augenzeuge, an der Strippe war und den Tod aus erster Hand bestätigte, meldete CNN: “Michael Jackson is dead”. Das war unserer Zeit um halb zwei in der Früh.

Ich ging ins Bett und stellte mir vor, wie unwirklich der Ruf aus dem Radiowecker am nächsten Morgen für Abertausende Frühaufsteher klingen müsste: “Der Popstar Michael Jackson ist tot. Er starb in der Nacht in Los Angeles nach einem Herzstillstand”. Die Dampframme zum Frühkaffee.

Beim Einschlafen kamen Gefühle hoch. Welche Ereignisse waren vergleichbar? Ja klar – Elvis. Im August 1977 war ich zarte fünf. Und doch sehe ich mich in der Küche meiner Eltern auf der Eckbank und ich höre die Meldung im Radio. Ich sehe das betroffene Gesicht meiner Mutter. Ich höre sie telefonieren. Ich fühle das Entsetzen. All dies gehört zu meinen frühesten Erinnerungen.

Heute muss ich an einen Blogeintrag von Picki denken, die im vergangenen Jahr schon über diese “Historischen Tage” geschrieben hat. Der Anlass war ungleich angenehmer: Es ging um die Wahl Barack Obamas zum amerikanischen Präsidenten. Der dort ebenfalls erwähnte 11. September 2001 ist sicherlich der historischste aller historischen Tage der letzten Jahre; vielleicht sogar der einzige, der es mit der Ermordung JFKs aufnehmen kann. Zu 9/11 hatte ich eine grausame Angina. Fieber. Ich war krank geschrieben. Dennoch hatte ich einen Termin wahrzunehmen; eigentlich bescheuert, wie genau ich mich noch daran erinnere: Es ging um die Anprobe von Moderationsklamotten. Bevor ich mich auf den Weg machte, hatte mich eine Schlagzeilen-SMS erreicht: “Drama in New York. Flugzeug stürzt in World Trade Center.” n-tv zeigte (via CNN) live erste Bilder vom rauchenden Turm. Mein Termin drängte, ich also los, und in der Umkleidekabine erreichte mich die SMS meiner Familie: “Noch ein Flugzeug. Jetzt im zweiten Turm. Unglaublich.” Und wenig später: “Jetzt ist ein Turm eingestürzt.” Alles weitere für diesen Tag ist Monothematik.

Auch dieser Tag heute war nahezu monothematisch, wenn auch sicher nicht so weitreichend dramatisch wie 9/11. Dennoch: Auch wenn ich nicht zu den eingefleischten MJ-Fans gehöre und auch wenn ich nicht den Tränen nahe war: dieser Tag wird auf meiner internen Festplatte als “schreibgeschützt” eingestuft werden. Der Tag, an dem Michael Jackson starb.

Kurzurlaub in den Bergen

June 4th, 2009

Alles offline – naja, so gut wie. Es ist Urlaub. Eine lange Pfingstwoche im Montafon mit Natur, Golf, Seelebaumeln, spannender Action für die Kids – und einer grandiosen Landschaft, vier Stunden von hier in Vorarlberg in Österreich.
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Warum in die Ferne schweifen…?

April 19th, 2009

An sonnigen Sonntagen ist der Vogel- und Tierpark Birkenheide ein beliebtes Ausflugsziel für junge Familien aus der gesamten Vorderpfalz: Die Kleinen sind stundenlang mit Tiere füttern und auf dem Spielplatz beschäftigt, das Bier für die Eltern in der angrenzenden Wirtschaft ist kühl und frisch – und: der Eintritt ist frei. Ideale Bedingungen also für noch einen Kurztrip raus aus der Stadt zum Abschluss unserer kleinen Urlaubswoche.


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Birkenheide liegt 13 Kilometer von Ludwigshafen in Richtung Bad Dürkheim entfernt – ein Katzensprung. Im Tierpark gibt es für ‘nen günstigen Euro pro Tüte Futter für Zicklein, Rehe und Ponys zu kaufen, wobei die Tiere an Tagen wie heute den Snack schon mal verweigern: Wenn die Städter in Hunderterscharen einfallen, ist das Bäuchlein halt irgendwann voll.

Regen – na und?

April 19th, 2009

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Was tun mit einem feinen freien Tag, wenn es Hunde und Katzen regnet? Am besten das tun, von dem man immer sagte: “Tja, da gehen wir mal hin, wenn’s regnet…” Zum Beispiel ins Auto- und Technik-Museum nach Sinsheim. Ich war zum letzten Mal vor gut 25 Jahren da. Die Erinnerung war schwammig und eben alles andere als aktuell. Immer wieder hatten wir in den vergangenen Jahren auch bei RNF über die spektakulären Neu-Erwerbungen der Familie Layher berichtet: Sie hatte eine ausgediente Concorde nach Sinsheim geholt sowie früher schon das russische Gegenstück, eine Tupolev. Im Lauf der Jahre ist das privat geführte Museum gewachsen – so sehr, dass man heute problemlos einen ganzen Tag dort verbringen kann. Highlights sind unter anderem die wertvolle Sammlungen von Automobilen der Marken Mercedes-Benz, Ferrari und amerikanischer Straßenkreuzer und die zahlreichen, spektakulär ausgestellten Flugzeuge.

Wer sich in der Region nicht so gut auskennt: Das Museum machte unter anderem deshalb Schlagzeilen, weil die rund ums Museum aufgepfahlten Flugzeuge auf der A6 so manchen Auffahrunfall von Schaulustigen provozierte. (Direkt gegenüber ist übrigens die Rhein-Neckar-Arena entstanden, in der 1899 Hoffenheim beheimatet ist – aber das wirklich nur nebenbei.)

Ebenfalls von der Familie Layher wird das Technik-Museum in Speyer mit einem ganz ähnlichen Konzept betrieben.  Es ist unter anderem mit einem leibhaftigen Jumbojet und einem russischen Buran-Raumgleiter ausgestattet. Aber das schauen wir uns dann an, wenn es das nächste Mal regnet. :-)