FlipCam im Redaktionseinsatz

February 2nd, 2010 by ralph Leave a reply »
via rnf.de

Auf dem Videocamp in Essen haben wir bereits darüber diskutiert: Eignet sich ein Funprodukt wie die FlipCam im Ausnahmefall auch als Aufnahmegerät für Nachrichtenbeiträge im Fernsehen? Am Wochenende kam es zur Feuertaufe: Ein Straßenbahnunfall in meinem Wohnort – weit und breit keine professionelle Kamera in der Nähe. Der Vorfall war fürs Regionalfernsehen durchaus berichtenswert: Wenn eine der Haupt-Straßenbahnlinien in der Region durch einen Unfall für längere Zeit ausfällt, dann kann man da ein paar Sekunden Bilder zeigen. So man sie denn hat. Ich habe also mit der Flip einige Einstellungen gedreht, die wir dann auch im Regionalmagazin gesendet haben. Ich denke, mit ein bisschen Übung (so eine kleine Kamera wackelt in der Hand halt doch wie ein Kuhschwanz…) und in Kenntnis der Fähigkeiten und Limitierungen der Kamera können ganz passable Aufnahmen entstehen – das hat der aktuelle Fall belegt.

Schade ist nach wie vor nur, dass das eigentlich hochwertige Aufnahmeformat der Flip nicht so recht mit dem Sendebetrieb harmoniert: Die Clips der Flip (HDV, 30 Vollbilder pro Sekunde) müssen in das vergleichsweise banale und technisch ältere Sendeformat (DV-PAL, 50 Halbbilder pro Sekunde) konvertiert werden, was – wenn es einigermaßen ruckelfrei aussehen soll – einem MacBookPro immerhin eine Rechendauer von ca. 1 Stunde für 45 Sekunden Beitrag abverlangt. Zeitersparnis kann natürlich jederzeit mit Qualitätsverlust erkauft werden, keine Frage. Andererseits jedoch gilt gerade im Regionalfernsehen: Je mehr Bilder von unterschiedlichen Ereignissen es gibt, um so höher ist der Informationswert für den Zuschauer; da kann eine kleine FlipCam, die bei unplanbaren Ereignissen einfach schnell zur Hand ist, gute Dienste leisten – und dann lohnt sich auch der Rechenaufwand.

Posted via web from Hingepinnt und hergeplotzert

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