Am Wochenende führte mich eine Produktion nach Baden-Baden. Ein Kundenauftrag, ein angenehmer Termin. Klar wusste ich, dass das “SWR3 New Pop-Festival” anstand; hatte aber keinerlei Idee, wie es in Baden-Baden in diesem Tagen aussehen würde.
Und vor allem ahnte ich nicht, dass ich im Epi-Zentrum des Festivals landen würde, denn: “unser” Tagungshotel direkt an Theater und Kurhaus war die Hauptabsteige der Stars. Wer nun glaubt, dass das im Haus selbst zu größerer Unruhe geführt hätte – mitnichten. Alles ging seinen routinierten, sehr zuvorkommenden Gang. Stars und Fans hatten ihre “Mixed Zone” vor dem Haupteingang: dort gab’s Autogramme, Shakehands, ein paar nette Worte; in der Lobby herrschte bereits wieder völlige Ruhe. Und so standen wir als Hotelgäste hier völlig entspannt Jan Delay (rollte auf einem “Segway” an), Cassandra Steen und Adel Tawil (“Stadt”) gegenüber. Im Restaurant schlürfte Magne Furuholmen, der Keyboarder von a-ha, seinen O-Saft; völlig unprätentiös. Und vor allem für uns völlig unerwartet.
Klar – am Abend sind wir dann doch nochmal übers Gelände gezogen. Die große Leinwand
stand ohnehin in unmittelbarer Sichtweite. 20 Meter, und wir waren mittendrin im Geschehen. Mitten in der City, mitten in einer Masse von Tausenden von Menschen, die allesamt bester Laune waren.
Die ganze Stadt feierte mit: Kneipen und Bistros machten Mukke bis früh am Morgen, auf öffentlichen Plätzen gab es Laser-Shows, Geschäfte hatten bis Mitternacht offen. Doch – so ein spontanes, ungeplantes New Pop Festival – das hat schon was.


