Archive for August, 2009

Sturm

August 11th, 2009

Gestern Abend ging über der Bergstraße ein heftiges Gewitter nieder. Dabei wurde in Schriesheim offenbar ein Mann vom Blitz getroffen und getötet:

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(via rnf.de)

Fahrradfahrer wahrscheinlich vom Blitz erschlagen

Schriesheim/Gaiberg (dpa/lsw) – Bei heftigen Gewittern im Rhein- Neckar-Kreis ist ein 35-Jähriger wahrscheinlich von einem Blitz erschlagen worden. Wie die Polizei in Heidelberg mitteilte, wurde seine Leiche am Dienstagmorgen an einem Baum zwischen Dossenheim und Schriesheim gefunden. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Fahrradfahrer am Montagabend Schutz unter dem Nussbaum suchte, als heftiger Gewitterregen einsetzte. Nähere Erkenntnisse soll die Obduktion der Leiche bringen. In Gaiberg löste das Unwetter einen Brand aus. Als ein Gewitter rund um das Königsstuhlmassiv niederging, schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Hauses. Laut Polizei entstand 80 000 Euro Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

DSC_0664Ich war auf dem Weg von Ludwigshafen nach Hause und fuhr sozusagen direkt auf das Gewitter zu. Es war eine gespenstische Stimmung. Die Wettergrenze schien direkt über mir zu verlaufen. Die Bilder geben das Phänomen nur unvollständig wider: Auf der einen Seite bestes Wetter, Sonne, blauer Himmel; auf der anderen Seite tiefschwarze, bedrohliche Wolken, die nichts Gutes ahnen ließen. Irgendwo zwischen Mannheim-Feudenheim und Heddesheim muss dann tatsächlich die Wettergrenze gewesen sein: DSC_0672Auf der Mannheimer Seite war die Straße trocken, auf der Heddesheimer Seite stand zentimeterhoch das Wasser. Je weiter ich Richtung Bergstraße kam, desto finsterer wurde es. Mein Sohn auf dem Beifahrersitz begann, mit dem Handy das Geschehen draußen zu filmen – so enstanden diese Stormchaser-Blitzaufnahmen. Tragisch: Dass wir sie bei RNF am nächsten Tag brauchen würden, um einen Beitrag über den Tod eines Menschen mit authentischen Bildern zu belegen – das konnten wir da noch nicht ahnen.

Mars-Anzug im Kompostwerk

August 1st, 2009

Über Twitter hingen die Duftwolken am Donnerstag ja bereits, als ich mich aus dem Kompostwerk als Stinke-Iltis outete. Jetzt hat ein sehr netter Kollege, der vom selben Event Fotos zu schießen hatte, mir ein paar Bilder zukommen lassen, die er von unserem Dreh eingefangen hat. Nur soviel: Es stank fünfmal mehr, als es auf den Bildern den Anschein macht. Und die Mars-Anzüge (nee, “Maß-Anzüge” waren’s nicht – Einheitsgröße…) halfen da auch nicht sehr, den süßlichen Duft verwesender Äpfel, fauler Eier und modernden Gemüses fernzuhalten. Immerhin: So ein Kompostwerk mal von innen zu sehen, das hat man auch nicht oft; aber ganz ehrlich: Ich bräuchte es nicht alle Tage. Hingehen, drehen und am nächsten Tag wieder was anderes machen – das geht ok. Da dusche ich mir dann auch gerne mal ‘ne halbe Stunde den Biostaub aus den Poren. Aber so wie die Jungs dort jeden Tag im Müll unserer Biotonnen zu waten – wäre nix für mich, gebe ich offen zu. Respekt vor der Arbeit im Kompostwerk, ehrlich!

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Mobilfunknetzbetreiberwerbestrategien mal so von außen betrachtet

August 1st, 2009

Da gibt es Vodafone. Der rote Riese launcht mit einem immensen Aufwand eine neue Kampagne: “Es ist Deine Zeit”. Irgendso ein Ding auf der Suche nach einem neuen Profil. Irgendwas, um die Generation Upload anzusprechen. Ob eben jene Generation versteht, was Vodafone von ihr will, nämlich Upload, weiß ich nicht. Das steht da nämlich nirgends. Dafür gibt’s jede Menge Beef von der Generation, die eh schon ständig uploadet. Ein Riesenstress, weil Kollege Lobo und Frau Schnutinger sich kommerziell hergeben. In einem TV-Spot, der aufwändig ist, aber für mich nur auf einer sehr metamäßigen Ebene irgendwas aussagt. Es gibt ein Blog, und in dem gibt es böse Kommentare, in denen es sich vor allem um fehlende Knöppe an einem Handy dreht, dessen Name schon fast nix mehr zur Sache tut. Es gibt auch eine lustige Veräpple der Vodafone-Kampagne, in der das Unternehmen Yodafone heißt und in der ein kleiner grüner Mann der Hero ist. Das ist lustig und viral, aber leider nicht beabsichtigt. Und ob das nun eine Konsequenz aus allem ist oder nicht: Im Fernsehen laufen jetzt Spots ohne Frau Schnutinger und ohne Herrn Lobo. Für ihn sitzt seit ein paar Tagen irgendein anderer Generation-Uploader im Bus, der in echt wahrscheinlich gar nicht zur Generation Upload gehört. Was aber auch nix zur Sache tut. Wahrscheinlich ist der umgeschnittene Spot kürzer, damit günstiger, war eh schon immer so geplant, und das dürfte dann auch die offizielle Erklärung dafür sein, dass die aktuellen Webzweinullies in der Kampagne keine so große Rolle mehr spielen. Schreib ich jetzt halt mal so. Ungeprüft.

Und was macht T-mobile? Zeigt in der Werbung ein iPhone. Schwarz auf weißem Grund. Mehr nicht. Noch Fragen?

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