Berlin in anderthalb Tagen – hello and goodbye

Brandenburger Tor

Brandenburger Tor

Ich mag Berlin. Und immer mal wieder trägt der Job mich hin. Wie jetzt auch wieder. Normalerweise gibt es bei Terminen in der Hauptstadt kaum Zeit, sich in Ruhe umzusehen. Aber diesmal… – diesmal war das Programm nicht ganz so straff. Zum ersten Mal seit Jahren stand ich mal wieder ganz in Ruhe am Brandenburger Tor, das ich eigentlich nur als große Baustelle in Erinnerung hatte. Und obwohl ich nur meine kleine Handyknipse dabei hatte, gab das Tor doch ein so feines Motiv ab, dass selbst dieses Bild etwas wurde. Die Abendstimmung in einer der längsten Nächte des Jahres legte eine edle Atmosphäre über die Szenerie.

Cirrus Air, DO-328

Cirrus Air, DO-328

Nach Berlin ging’s übrigens mit der Cirrus Air – und auch hier gab’s eine Premiere. Zum ersten Mal landete ich in Tegel, nicht in Tempelhof wie früher.  Bei der Schließung des City-Flughafens im vergangenen Oktober war ich ja noch hautnah dabei. Mein erster Eindruck:  Für die Passagiere ist der Wechsel eigentlich nicht der Rede wert. Der Bus mitten hinein in die Stadt braucht eine halbe Stunde – das geht in Ordnung. Ungleich dramatischer ist die Lage für die Stadt. Das riesige Gelände – siehe Foto – liegt brach. Und offenbar weiß noch kein Mensch, was mittelfristig damit passieren soll. “Bread & Butter”, eine (zugegebenermaßen hochkarätige) Modemesse wird künftig im Flughafengebäude logieren; eine Woche im Jahr. Doch was mit der großen Fläche im Herzen wird – völlig unklar. Und WIE groß die Fläche ist, das wird überhaupt erst so eindrucksvoll aus der Luft offensichtlich.

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Mannheimer und überhaupt die Bewohner der Region Rhein-Neckar nutzen die Verbindung zwischen Mannheim und Berlin jedenfalls gerne, und das seit inzwischen zehn Jahren. Die Flugzeit liegt bei etwa einer Stunde, auch wenn jetzt in Tegel gelandet wird. Bei RNF haben wir über das Jubiläum in diesem Sommer so berichtet:

Die Fluggesellschaft Cirrus Airlines sieht auf der Linie zwischen Mannheim und Berlin nach der Schließung des Flughafens Tempelhof keine Nachteile für sich. Im Gegenteil sei es so, dass durch die Präsenz am Flughafen Tegel jetzt noch mehr Passagiere auf die City-Verbindung nach Mannheim aufmerksam würden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Cirrus Airlines feiert in diesem Sommer das 10-jährige Bestehen der Linie Mannheim-Berlin. Sie habe sich zu einer der populärsten Strecken im Cirrus-Netz entwickelt, heißt es. Seit 1999 habe die Airline 420.000 Menschen zwischen Mannheim und der Hauptstadt befördert. Die Auslastung auf der Strecke liege derzeit bei etwa 60 Prozent. Die Wirtschaftskrise habe unternehmensweit zu einem Rückgang der Fluggastzahlen um etwa 10 Prozent geführt, wobei die Mannheimer Linien unter diesem Durchschnitt lägen. Cirrus Airlines mit Sitz in München beschäftigt 620 Mitarbeiter, 89 davon in Mannheim.

Nun – ich hab’ die Gelegenheit genutzt und mir die Stadt nochmal ganz in Ruhe angesehen, einen ganzen Tag zu Fuß kreuz und quer durch Mitte bis zum Checkpoint Charlie. Und dabei hab’ ich mal ganz banal ein paar Touri-Fotos gemacht. Nix Dolles – knips & go eben.

Der Rückflug nach Mannheim hatte dann nochmal etwas Spezielles: Start gen Osten und dann eine große Schleife direkt über der City, immer rund um den Alex. Ein phantastischer Blick bei wolkenlosem Himmel. Die schwarzen Strefen im Bild sind übrigens die Rotorblätter der Propeller-Maschine, sichtbar nur als skurille Artefakte.

Berlin Mitte

Berlin Mitte

Kurz vor der Landung: Flug über die Bergstraße – mit dem Blick über Schriesheim (vorne) und Leutershausen (Mitte).

Überflug Bergstraße bei Schriesheim/Leutershausen

Überflug Bergstraße bei Schriesheim/Leutershausen

Den Landeanflug auf Mannheim hab ich auch mit meinem Handy festgehalten – es war ja schließlich in “Flight Mode” ;-)

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  • http://balkonreport.blogspot.com/ Gerry

    Also da habe ich nun echt gerätselt, was das für schwarze Streifen im Bild sind. Danke für den Hinweis, dass es die Rotorblätter sind. Hätte nicht gewußt, dass die im Bild dann so aussehen ;-)

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