Ja sowas. Am 29. März hat dieses Blog Geburtstag gehabt. Seinen ersten. In der Vorbereitung um die re:publica 09 hab’ ich das doch glatt verpennt. Naja, wurscht. Ich gratuliere mir – selbstreferenziell – dennoch nachträglich und will nur ein ganz kurzes Zwischenfazit ziehen: Das war ein seeehr lustiges und lehrreiches Jahr. Ich hatte ja früher schon so einige Blogversuche gestartet, dann wieder den Faden verloren und mich immer gefragt: Warum mache ich sowas eigentlich? Erst mit WordPress und der Verbindung zu Twitter und der übrigen Blogosphäre sowie der überhaupt inzwischen gewachsenen Wahrnehmung von Blogs hat mir es angefangen richtig Spaß zu machen, wieder mal ein Blog zu pflegen.
Eine Erfahrung, die ich dabei gemacht habe: Ich gehe mich anderen, offeneren Augen durch die Welt. Mehrmals am Tag stelle ich mir die Frage: War an diesem Tag irgendetwas Bloggenswertes? Etwas, das auch andere Menschen interessieren könnte? Hab ich also etwas Wertvolles erlebt? Und so lasse ich den Tag Revue passieren – was ich früher so bewusst nicht getan habe. Nicht selten sind Ereignisse einfach zu privat, als dass ich sie ins Netz hinausblasen wollte, klar. Aber die ein oder andere Ankedote war ja schon dabei, die sich einfach hübsch erzählen ließ. Noch dazu hat mich die Bloggerei als interessierten Laien in Sachen IT eine ganze Ecke weitergebracht. Über Twitter und die dadurch kennengelernten Tools für WordPress & Co. bin ich doch nochmal ein bisschen fitter im Umgang mit der Materie geworden; deshalb sehen die Seitenleisten immer wieder unterschiedlich aus. Wobei ich eine Entwicklung durchmache, die wohl einige von Euch kennen: Nach einer Phase, in der ich jedes Widget ausprobiert habe, kommt nun so ein bisschen die Rückbesinnung auf die Basics und die Frage: Was braucht man denn nun wirklich im Blog? Im Moment sieht es im Vergleich zu den ersten Wochen echt schon aufgeräumt aus – Blog-Feng-Shui, sozusagen. Ich wurschtel halt dran rum, sobald mal ein bisschen Zeit ist. Mal sehen, wo ich zum 2. Bloggeburtstag stehe. Im Moment fühlt es sich so an, als würde ich eher aktiver denn passiver.
Und last, but not least: eine Menge interessanter Menschen hab’ ich “kennengelernt” unter den Bloggern, viele Meinungen, viel Fachwissen, und durch den den Besuch der re:publica nicht nur virtuell, sondern nun sogar zum Teil im richtigen Leben. Und in der realen Sozialisierung hat Bloggen dann schon wieder einen Wert mehr für sich.