Archive for February, 2009

News aus dem Delta – Kalenderwoche 9

February 27th, 2009

Fastnacht vorbei, Aschermittwoch überstanden – das Leben normalisiert sich. Das Wochenrückblog gibt einen Überblick über die wichtigsten Meldungen aus der Metropolregion Rhein-Neckar in den vergangenen sieben Tagen. Wer mehr wissen will, klickt sich am besten durch die News-Meldungen oder das Video-Portal auf RNF.de.

BASF trotzt der Wirtschaftskrise

Bei einer Pressekonferenz in Ludwigshafen stellte der Vorstand der BASF die Bilanz für das Jahr 2008 vor. Demnach stieg der Umsatz für das Gesamtjahr um 8 Prozent auf 62,3 Milliarden Euro. Das EBIT, das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen sank um 10 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Noch in den Monaten Januar bis September 2008 lag das Unternehmen erneut auf Rekordkurs. Zum Jahresende brachen die Zahlen aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise ein. Die wichtigste Kennziffer der BASF, das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen, ging um rund 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück. Eine Trendwende sei derzeit nicht in Sicht, so Hambrecht. Die BASF rechnet mit schrumpfenden Märkten. Sie will die laufenden Programme zur Effizienzsteigerung und Restrukturierung beschleunigen. Weniger profitable Anlagen und Standorte werden geschlossen, etwa in den USA und Asien. Weltweit will BASF im Jahr 2009 1500 Arbeitsplätze abbauen. Am Standort Ludwigshafen greife man auf flexible Arbeitszeitinstrumente zurück. (Video ansehen)

Tödlicher Drogen-Cocktail

Der Alkohol- und Tablettenkonsum dreier Jugendlicher aus Wiesloch nahm ein tödliches Ende.  Nach Polizeiangaben starb ein 16-jähriger an den Folgen der Vergiftung. Der Junge hatte am Rosenmontag gemeinsam mit einer 19-jährigen und einem 17 Jahre alten Freund bei einer Fastnachtsparty gefeiert. Dienstags musste der Junge vom Notarzt wiederbelebt werden. Seither schwebte er in Lebensgefahr. Dem Mädchen und dem anderen Freund geht es inzwischen besser. Alle drei konsumierten nach bisherigen Ermittlungen reichlich Alkohol und morphinhaltige Tabletten.  Die Polizei versucht nun zu klären, von wem die Jugendlichen die Pillen erhalten hatten.

1899 Hoffenheim schweigt zu Vorwürfen wegen Verstößen bei Doping-Kontrollen

Der Bundesliga-Aufsteiger wird sich vorerst nicht mehr zu den Vorwürfen äußern. Die Spieler Janker und Ibertsberger waren beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach 10 Minuten zu spät zur Dopingkontrolle gekommen. Trotz mehrerer Nachfragen wollte Trainer Ralf Rangnick die Angelegenheit nicht kommentieren. Die beiden Spieler stehen trotz der Vorwürfe im Kader für das Auswärtsspiel in Dortmund am Samstag (Video ansehen).

Urteil im Heidelberger Skimming-Prozess

Das Ausspähen von Bankdaten an Geldautomaten, das sogenannte Skimming, nimmt immer weiter zu und verursacht Millionenschaden. Doch nur wenige Fälle gelangen zur Anklage. In Heidelberg standen jetzt jedoch drei Männer vor Gericht. Sie sollen über 160.000 Euro durch Skimming erbeutet haben. Das Landgericht Heidelberg verhängte für den Haupttäter sechs Jahre Haft. Seine Mittäter erhielten vier Jahre und drei Monate sowie drei Jahre und zehn Monate (Video ansehen).

Nibelungen-Festspiele mit Chrsistoph-Maria Herbst

Der Schauspieler Christoph Maria Herbst (“Stromberg”) wird bei den Nibelungen-Festspielen 2009 in Worms als Hagen auf der Bühne stehen. Die Regie für das diesjährige Stück, die Komödie «Das Leben des Siegfried», übernehme der Regisseur Gil Mehmert, wie der Intendant der Festspiele, Dieter Wedel, am Freitag mitteilte. Zum ersten Mal in der Geschichte der Festspiele soll dieses Jahr auf der Westseite des Wormser Kaiserdoms gespielt werden. Die Uraufführung ist für den 31. Juli geplant, die letzte Aufführung für den 16. August 2009. (via RNF-Newsticker)

Tod nach Fastnachtsumzug

Nach dem Unfall beim Fastnachtsumzug am Sonntag im südpfälzischen Bellheim starb ein junger Mann an seinen schweren Verletzungen.  Der 22jährige hatte versucht, in einen anfahrenden Umzugswagen einzusteigen.  Dabei stürzte er und schlug mit dem Hinterkopf auf den Asphalt.

Überfallserie fortgesetzt

Die Serie der Tankstellen-Überfälle in der Region reißt nicht ab. Am Montag Abend registrierte die Polizei im Rhein-Neckar-Kreis gleich zwei Raubzüge innerhalb einer guten Stunde. Sie geht nach eigenen Angaben aber nicht von ein und demselben Täter aus.  Zunächst erbeutete ein maskierter und bewaffneter Mann in Neckargemünd mehrere hundert Euro Bargeld. Kurz darauf hatte es ein Räuber auf eine Tankstelle in Nussloch abgesehen. Er verschwand ebenfalls mit mehreren hundert Euro.

Baukran umgestürzt

(VIDEO ZUR MELDUNG ANSEHEN) Bei dem Unfall im Heidelberger Stadtteil Schlierbach entstand nach Polizeiangaben ein Schaden von 500.000 Euro. Warum der Kran umstürzte, ist noch nicht geklärt. Er befand sich bereits seit mehreren Tagen auf der Baustelle im Meisenbachweg. Der 50 Meter hohe und 100 Tonnen schwere Kran beschädigte bei seinem Sturz die Dächer zweier Nachbarhäuser. Außerdem begrub er ein Auto und einen weiteren Kran unter sich. Zum Unfallzeitpunkt wurde auf der Baustelle nicht gearbeitet. Deshalb wurde niemand verletzt. Das Gewerbeaufsichtsamt und ein Sachverständiger sind in die Ermittlungen zur Unfallursache eingeschaltet.

Fastnachtsumzug in Mannheim

Am Sonntag war die Welt noch in Ordnung – da wurde noch gelacht – da gab es noch die Fastnacht. In Mannheim wurde gefeiert, was das Zeug hielt, denn dieses Jahr schlängelte sich der Fasnachtszug nicht durch Ludwigshafen, sondern durch die Schwesterstadt. Doch eines trübte die gute Laune: Die schreckliche Gutselkrise –> Video ansehen.

News aus dem Delta – Kalenderwoche 8

February 20th, 2009

Fastnacht, Fasching, Karneval – auch die Metropolregion Rhein-Neckar treibt auf die tollen Tage zu. Was ansonsten noch wichtig war – hier in aller gebotenen Kürze der Nachrichtenüberblick (Quelle RNF):

Lebenslänglich für Dreifachmörder

Das Landgericht Frankenthal hat im Georgier-Prozess das Urteil gesprochen. Am Montag verurteilte es einen Deutsch-Iraker und einen Somalier jeweils zu lebenslanger Haft. Im Fall des Deutsch-Irakers stellte es die besondere Schwere der Schuld fest. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass die beiden Angeklagten im Januar 2008 gemeinsam drei georgische Autohändler ums Leben brachten, um an deren Bargeld zu kommen. Dazu täuschten sie vor, ein Auto verkaufen zu wollen und lockten ihre Opfer von Ludwigshafen nach Heppenheim. Der Fall hatte unter anderem deshalb Aufsehen erregt, weil der nun verurteilte Deutsch-Iraker als V-Mann beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geführt wurde.

Studiengebühr verfassungsgemäß

Die Studiengebühr in Baden-Württemberg ist verfassungsgemäß. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. Damit scheiterten die Klagen von vier Studenten. Die 2007 eingeführten Semesterbeiträge von 500 Euro seien sozialverträglich, meinten die Mannheimer Richter. Damit bestätigen sie vorangegangene Urteile der Verwaltungsgerichte. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Themas ließ der VGH eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu. Diese Möglichkeit wollen die Kläger nutzen.

Brandursache geklärt

Eine defekte Deckenleuchte verursachte ein Feuer in einem Sinsheimer Fachwerkhaus. Bei dem Brand entstand eine halbe Million Euro Schaden. Das Feuer war am vergangenen Samstag Abend im zweiten Stock ausgebrochen und hatte auf den Dachstuhl übergegriffen. Fünf Hausbewohner mussten bei Verwandten Unterschlupf suchen. Hier das Video aus der Brandnacht.

Kopftuchstreit

Am Speyer-Kolleg boykottieren Schüler den Unterricht einer Kopftuch-tragenden Lehrerin. Die Frau gehört seit Anfang Februar zum Kollegium der Schule, die auf dem zweiten Bildungsweg zum Abitur führt. Wie die Aufsichtsbehörde ADD auf Anfrage bestätigte, verlassen acht Schüler seit einer Woche demonstrativ ihre Stunden. Die Muslimin unterrichtet Deutsch und Sozialkunde. Zunächst sollte sie am Eleonoren-Gymnasium in Worms eingesetzt werden. Das scheiterte jedoch am Widerstand des Schulleiters. Um den Konflikt zu lösen, will die ADD jetzt ein Gespräch mit allen Beteiligten führen. In Rheinland-Pfalz besteht im Gegensatz zu Baden-Württemberg und Hessen kein gesetzliches Kopftuchverbot an Schulen.

Toter im Speyerbach bei Neustadt

Passanten haben in Neustadt eine Leiche entdeckt. Der Tote lag im Speyerbach in der Nähe der Festwiese. Wie die Polizei mitteilt, handelte es sich um einen 57 Jahre alten Polen. Eine Obduktion soll klären, wie der Mann ums Leben kam. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach Polizeiangaben bislang nicht.

Abzocke bei Internet-Downloads

Abzocke im Internet – immer wieder hört man davon und denkt: “Na, da hat sich einer wieder blöd drangestellt.” Doch schaut man genauer hin, sieht man, dass der Geschädigte kaum eine Chance hatte, den Tricksern zu entkommen. Abonnement-Fallen sind eine der beliebtesten Maschen von dubiosen Geschäftemachern. Immer wieder fallen Internet-Nutzer auf sie herein, denn man ist genau genommen nur einen leichtfertigen Klick von einer Wucher-Rechnung entfernt. Eine der sogenannten Abzockerfirmen hat ihren angeblichen Sitz in Mannheim – und die Staatsanwaltschaft dort war auch schon aktiv. Doch auch sie ist der dubiosen Firma bisher nicht beigekommen.  Hier das Video mit weiteren Informationen.

Närrisches Kinder-Dreigestirn in Ludwigshafen

Wir sind mittendrin in der fünften, der närrischen Jahreszeit – eine Veranstaltung jagt die nächste und die Fasnachts-Prinzessinnen und Prinzen der Region leiden unter Schlafdefizit. Glücklicherweise gibt es jetzt taufrischen Fasnachtsnachwuchs – das erste Kinderdreigestirn der Ludwigshafener Stadtgarde. Ihm sind die Strapazen der Kampagne weder anzusehen noch anzumerken. Mit kindlichem Charme wickeln die Drei wirklich jeden um den Finger. Dieses Video stellt die kleinen Narren vor.

Alle Meldungen aus der Redaktion von RNF Life. Mehr unter www.rnf.de.

Mannem, ahoi! Aber warum gerade “Ahoi”?

February 19th, 2009

Am Sonntag wird beim traditionellen Fastnachts-Umzug in Mannheim wieder hunderttausendfach “Ahoi” gebrüllt. Aber warum gerade “Ahoi” und nicht Helau oder Alaaf?

Der Schlachtruf rührt laut Wikipedia wohl vom “Narrenschiff” her, einem Buch aus dem 15. Jahrhundert. Als spätmittelalterliche Moralsatire beschrieb sie mehr als 100 närrische, also unvernünftige Lebensweisen. Der Gruß “Ahoi” war bereits von der norddeutschen Küste ins Binnenland geschwappt und hier von den Narren übernommen worden, die fortan bei Umzügen von Narrenschiffen aus das Volk grüßten. Das “Ahoi” ist heute außer in Norddeutschland vor allem in der Kurpfalz verbreitet – und im südthüringischen Wasungen. Aber das nur nebenbei.

Drama, Baby!

February 17th, 2009

“De Handetasche muss leben.”

Bruce Darnell hat’s bei GNTM gesagt, und seither werden Handtaschen in Deutschland tamagochiartig gehegt, gepflegt, gefüttert und gewienert. Sie sollen, dürfen niemals nicht im Siechtum dahinsterben.

Vielleicht hat Ralf Rangnick diese übertriebene Form der Fürsorge gemeint, als er der Rhein-Neckar-Zeitung in den Block fauchte:

“Über Wochen und Monate haben meine Spieler gelesen, wie gut sie sind. Sie wurden wie Pop-Stars behandelt, als Models abgelichtet, die Handtaschen der Freundin waren wichtiger als der Fußball.”

Jetzt sind also die Handtaschen schuld. Nun – es ist zu beobachten, dass man dünnhäutiger wird in Hoffenheim. Das 1:4 gegen Bayer Leverkusen bedeutete zwar nicht den Weltuntergang, dafür aber endgültig die Ankunft in der Realität.

Traumfußball ist nicht mehr. Es ist Alltag im Kraichgau.

Grau und schmuddelig, wie der Winter in der Metropolregion. Dafür spricht auch, dass sich nach der ersten Heimniederlage in der Rhein-Neckar-Arena Spieler wie Trainer von Fernsehkameras fern hielten, Journalisten vor die Tür komplimentiert wurden, zugesagte Interviewtermine mit einem Mal wieder in Frage standen. Die Leichtläufigkeit hatte Urlaub.

Jetzt muss sich zeigen, wie krisenfest das Hoffenheimer Konzept ist, wenn die Luft mal ein wenig dünner wird. Souveränität zeigt sich vor allem dann, wenn die Zeiten schwerer werden. Und da hat 1899 ja seine Stärken, daran erinnert sich auch Rangnick, “als wir Vorletzter in der Regionalliga waren oder in der letzten Runde schwach in die 2. Bundesliga gestartet sind.” Indes, Rangnick sagt es selbst: Ehedem ging es um Regional- und Zweite Liga. Und heute? Heute geht es um nicht weniger als ein deutsches Fußballmärchen. Darum, den Spitzenplatz zurück zu erobern und am Ende Geschichte zu schreiben, darum, einen Traum wahr werden zu lassen – auch wenn das keiner zugeben wird.

Zu Beginn des Höhenflugs war von “Klassenerhalt ist das Ziel” bzw. jüngst von “UEFA-Cup-Platz wäre fantastisch” die Rede – beides ist durchaus realistisch, und insofern ist die schlechte Laune vom Wochenende kaum nachvollziehbar. Eigentlich. Nun – die Geschichte wird weitergehen, die TSG wird sich ins Zeug werfen und am Ende sicherlich nicht als Pop-, sondern als Fußball-Team überzeugen. Zur alten Leichtfüßigkeit zurückfinden. Wieder weniger mit dem Kopf und mehr mit dem Herzen spielen. Ob vielleicht Bruce sie anfeuern sollte? – “Mehr Drama, Baby!”

Hoffenheim ist nicht Bayern

February 16th, 2009

Der Mäzen von 1899 Hoffenheim, Dietmar Hopp, will die Kraichgauer nicht mit Rekordmeister FC Bayern München verglichen wissen: “Den FC Bayern München werden wir sicher nie herausfordern können”, sagte er in einem Interview für die Internet-Seite des Deutschen Fußball-Bundes.

Mit Blick auf Stadion-Kapazität, Mitgliederzahlen und Einnahmen aus Sponsoring und Fernsehen, sagte er: “Diese Dimensionen werden wir nie erreichen. Langfristig ist das einfach eine andere Nummer.” Zur Ausgang der Bundesliga meinte er: “Ein UEFA-Cup-Platz wäre ein fantastischer Erfolg.” Außerdem sprach Hopp über die Rolle der Hoffenheimer Spieler in der Nationalmannschaft; darüber, dass er Chinedu Obasi als einen der fünf besten Spieler in der Liga sieht, über Finanzierung des Fußballs in Hoffenheim und über den Frauenfußball.

Das gesamte Interview via dfb.de hier.

Top-News aus dem Delta – die 7. Kalenderwoche

February 12th, 2009

Nun heißt dieses Blog ja “Deltanews” – also will ich Euch auch mit News aus dem Delta, sprich dem Rhein-Neckar-Dreieck (neusprech: Metropolregion Rhein-Neckar), versorgen. Hier kommt die erste Wochenzusammenfassung (aktuellste Regional-News gibt’s übrigens jederzeit im Nachrichtenticker auf der Startseite des Rhein-Neckar Fernsehens).

Blitzreise in die USA

Nur wenige Stunden dauerte die Reise der beiden Oberbürgermeister aus Mannheim und Heidelberg, Dr. Peter Kurz und Dr. Eckart Würzner, nach Washington. Dort führten die beiden Stadtoberhäupter Gespräche, um den Abzug der US Army aus den beiden Städten beeinflussen oder gar verhindern zu können. Ein Umzug der amerikanischen Streitkräfte nach Wiesbaden, wie er geplant ist, hätte weit reichende Folgen auf die Stadtentwicklung und die Wirtschaftskraft in der Region – immerhin leben zurzeit etwa 30.000 Amerikaner in der Region, die jedes Jahr rund 50 Millionen Euro hier ausgeben. In mehreren Runden mit kompetenten Gesprächspartnern machten die Oberbürgermeister im Pentagon ihre Standpunkte klar und sehen eine Argumentationslinie, die bei den amerikanischen Partnern auf Gehör stoßen könnte: Der Umzug der US Army ins Hessische kostet eine Milliarde Dollar – eine Summe, über die die neue US-Regierung in Zeiten der Wirtschaftsflaute durchaus zweimal nachdenkt, zumal der Umzug, der vor vier Jahren erstmals angekündigt wurde, die Streitkräfte nur um etwa 70 bis 80 Kilometer verlagert. Die Notwendigkeit der Verlagerung und ihr Nutzen könnte vor dem Hintergrund der Kosten also noch einmal auf den Prüfstand kommten. Alle Informationen, ein Interview mit Dr. Eckart Würzner und eine Einschätzung zu diesem Thema gibt es in diesem Video auf rnf.de.

Armes Ludwigshafen

Ludwigshafen ist so gut wie pleite: Die Stadt rast auf 1 Milliarde Euro Schulden zu. Und Besserung ist nicht in Sicht. Im aktuellen Haushalt klafft eine Lücke von rund 116 Millionen Euro. Schulen und Straßen müssten dringend saniert werden, das geht in diesen knappen Zeiten aber nicht. Der Investitionsstau summiert sich auf rund 260 Millionen Euro (zum Video).

Spuren der “Phantomfrau” in Mannheim gefunden

Die Polizei hat in einem Haus Mannheimer Ulmenweg DNA-Spuren der so genannten “Frau ohne Gesicht” gesichert. Ihr Genmaterial war bereits beim Heilbronner Polizistenmord sowie im Fall des Mordes an drei Georgiern sichergestellt worden. Darüber hinaus soll die Frau an mehreren Einbrüchen, unter anderem im Saarland, beteiligt gewesen sein. Insgesamt wird sie mit 38 Straftaten in Zusammenhang gebracht. Jetzt wurden ihre Spuren an einer Wohnungstür im Stadtteil Neckarstadt gefunden. Das Alter der gefundenen DNA ist unklar. Eine Personenbeschreibung existiert nach wie vor nicht. Die Polizei ermittelt unter anderem in Schaustellerkreisen, weil die Taten, an denen die Frau beteiligt gewesen sein könnte, in zeitlichem Zusammenhang mit Volksfesten stehen könnten. (zum Video)

Plädoyers im Georgier-Mordprozess

Im Prozess um drei ermordete Georgier hat der Staatsanwalt am Landgericht Frankenthal zwei Mal lebenslänglich beantragt. Gleichzeitig will er die besondere Schwere der Schuld festgestellt wissen. Für ihn sind die Angeklagten, ein Deutsch-Iraker und ein Somalier, voll schuldig, am 30. Januar die drei Männer in Heppenheim ermordet zu haben. Das Motiv sei Habgier gewesen. Die drei Männer führten mehr als 10.000 Euro für einen Autokauf bei sich. Die Angeklagten hatten sich mit ihren späteren Opfern verabredet, um ihnen einen Wagen zu zeigen, der angeblich zum Verkauf stand. In Heppenheim sollen sie schließlich zwei der Männer erschossen und einen erdrosselt haben. Das Prekäre an diesem Fall: Der angeklagte Deutsch-Iraker war ein V-Mann des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, der auf den Somalier angesetzt war. Ein Urteil wird für Montag, 16. Februar, erwartet. (Zum Video)

Wirtschaft will F1-Grand-Prix in Hockenheim halten

Die Wirtschaft der Metropolregion Rhein-Neckar soll mit dem Erwerb von 20 000 Eintrittskarten die Zukunft der Formel 1 auf dem Hockenheimring sichern. Die Industrie- und Handelskammern der Region sowie die Hotel- und Gaststättenverbände appellieren in einem Brandbrief an 10.000 Unternehmen der Metropolregion die Formel 1 wegen des weltweiten Images zu halten. Zudem profitierte neben dem Gastgewerbe die gesamte regionale Wirtschaft, wenn über 40 Millionen Euro hierher fließen. Anlässlich eines zu erwartenden Defizits von etwa sechs Millionen Euro ist die Austragung des Grand Prix nach wie vor gefährdet. Mitte März will der Hockenheimer Gemeinderat über die Zukunft des Rennens entscheiden.

Jugendlicher von Zug erfasst und getötet

Im Weinheimer Bahnhof hat ein Güterzug einen 14-jährigen Jungen überrollt. Der Schüler war auf dem Heimweg in sein Jugendheim in Rimbach und rannte Polizeiangaben zufolge über die Gleise. Er war auf der Stelle tot.

Frau stirbt bei Wohnungsbrand

In Eppelheim ist eine 69-jährige Frau bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus ums Leben gekommen. Sie konnte die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, nicht mehr rechtzeitig verlassen. Offenbar löste eine Zigarette den Brand aus.

Polizei appelliert an Besucher der Rhein-Neckar-Arena

Nach zum Teil kilometerlangen Staus bei den beiden vergangenen Heimspielen von 1899 Hoffenheim appelliert die Polizei an die Geduld der Autofahrer. Sie sollten mehr Zeit für die Anfahrt zum Stadion einplanen oder am besten gleich auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Gleichzeitig werde die Verkehrslenkung rund um die Arena optimiert, versprach der Sprecher der Heidelberger Polizei, Harald Kurzer,  in der Sendung RNF Life: “Viele Autofahrer kannten sich einfach noch nicht aus und waren desorientiert”. Am besten sei es, die Parkplätze des Sinsheimer Messegeländes anzufahren.

Auszeichnung für Matthias Steiner

Matthias Steiner ist Weltgewichtheber des Jahres 2008: Der Chemnitzer mit Wohnsitz in Leimen erhielt die Auszeichnung vom Internationalen Gewichtheber-Verband IWF. Damit ist der 26jährige der erste Deutsche, dem diese Ehre zuteil wird. Steiner hatte nach seinem Olympiasieg bei der Siegerehrung seiner im Juli 2007 bei einem Verkehrsunfall in Heidelberg verstorbenen Frau Susann mit dem Hochhalten ihres Bildes gedacht. Derzeit erholt sich Steiner von den Folgen einer Leistenoperation.

Sebert wieder beim SV Waldhof

Günter Sebert ist neuer Sportlicher Leiter beim SV Waldhof Mannheim. Wie der Sanierungsausschuss des Fußball-Regionalligisten mitteilt, gilt die Berufung des Ehrenspielführers mit sofortiger Wirkung. Der 60jährige habe sich bereit erklärt, dem SV Waldhof in dieser schwierigen Zeit mit seinen Erfahrungen ehrenamtlich zur Seite zu stehen, heißt es. Unterstützt wird er von Teammanager Kenan Kocak, der weiterhin in die Mannschaftsbetreuung eingebunden bleibe. Sebert trug bis 1987 als Spieler das Trikot der Blau-Schwarzen. Zweimal fungierte er am Alsenweg auch schon als Trainer, zuletzt in der Saison 1996/97.

Alle Meldungen aus der Redaktion des Rhein-Neckar Fernsehens. Mehr Informationen im Nachrichtenticker und Video-Portal auf www.rnf.de

Qype: “The East” in Mannheim

February 9th, 2009

MannheimRestaurantsJapanisch & SushiBars & KneipenBarsCocktail BarsRestaurantsChinesisch

Frisch, schnell, gut, ausreichend – vier Adjektive für “The East”, dem ich gerne vier von fünf Sternen gebe. Den Asiaten im Herzen Mannheims (im Stadthaus N1) gibt es seit 2008, und wenn man sich die Website www.theeast.de genauer betrachtet, stellt man schnell fest, dass die Mannheimer Location nur die erste einer größer angelegten (allerdings noch im Entstehen befindlichen) Kette ist. Mannheim ist das “Headquarter Restaurant”, das Vorbild aller noch kommenden “The East”-Locations: 1000 Quadratmeter Restaurant, Lounge, Bar.

Was “The East” zu einem echten Tipp macht, ist das Mittagsbuffet: für 9,50 Euro gibt’s ein “All you can eat”-Buffet, allerdings nicht aus dem Warmhalte-Trog, sondern frisch zubereitet: Der Kunde sucht sich seine Hauptspeisen (Fisch, Meeresfrüchte, Huhn, Rind, Schwein, verschiedene Gemüse etc.) frisch vom Eisbuffet aus und reicht sie dem Koch, der sich den Zutaten im Front Cooking-Bereich annimmt. Wenige Minuten kommt der Teller frisch und heiß an den Tisch. Fein. Und dabei bleibt es nicht: Das Buffet bietet daneben jede Menge Vorspeisen, Beilagen, Sushi, hausgemachte Thai- und Vietnam-Soßen, Desserts, Obst – eben das komplette Asien-Programm. All das wird in einem modernen, stylishen Ambiente präsentiert; die Beschreibung “Lounge” passt hier schon sehr gut. Durch die Weitläufigkeit in den Räumen des ehemaligen “Marché” wirkt das Restaurant auch nicht überfüllt, wenn es gut besucht ist. Der Service ist aufmerksam und prompt, die Atmosphäre ruhig, gediegen und angenehm. “The East” ist sicherlich nicht nur zum Mittagstisch einen Besuch wert.
Mein Beitrag zu The East – Ich bin rkuehnl – auf Qype