Das Blog ist ja so etwas wie die virtuelle Heimat eines WebZwoNullies. Das hab ich inzwischen kapiert. Der Knoten, an dem alles zusammenlaufen sollte, die Visitenkarte.
Meine Visitenkarte indes sah von Beginn an etwas wüst aus: Ein wildes Sammelsurium von Badges, Widgets und sonstigem Kram in der Sidebar, die als Zeiger in die weite Welt des WWW-2.0 weisen sollten, um mich – falls gewollt – bei verschiedenen Services auffindbar zu machen. Designmäßig war das nicht so dolle, aber zweckmäßig.
Mit dem Wildwuchs könnte jetzt Schluss sein, denn via @jodeleit bin ich auf retaggr.com aufmerksam geworden. Dieser Dienst aggregiert die virtuelle Identität im Web in einem bereits bereits recht gut ausgebauten Service. Hat man sich angemeldet und die Adressen seiner diversen Web-2.0-Aktivitäten hinterlegt, bekommt man als Ergebnis seine virtuelle Visitenkarte: ein Widget (siehe Sidebar) bzw. eine html-Signatur, die alle Profile, die man eben so pflegt, vereinigt. Die Icons sind clickable, und je nach Tiefe der Implementierung erscheinen die eigenen letzten Aktivitäten bei dem jeweiligen Dienst in einem kleinen Fensterchen: Updates, Playlists, Fotos, Videos, was auch immer. Besser habe ich das bisher noch nicht gesehen. Und: Die kompakte, schnörkelfreie Darstellung hält das eigene Blog designtechnisch einigermaßen sauber. Ich lass das jetzt mal eine Weile laufen und warte ab, welche weiteren Dienste noch integriert werden. Und inzwischen überlege ich mir, wie ich meine Sidebar weiter entrümple.