Archive for July, 2008

Arbeitstage unter Tage

July 23rd, 2008

Verschiedentlich hab ich in den vergangenen Wochen ja schon darüber geschrieben, über diesen “Dreh unter Tage”. Wer sich bisher nichts darunter vorstellen konnte: Jetzt ist das Filmchen fertig, mit einer für ein Magazinformat recht stolzen Länge. Zu sehen ist es hier, im Rhein-Neckar-Web oder eben bei RNF in der Sendung BASF.inside – heute ist die Premiere :-) .

Wir haben den “Weg des Salzes” vom Bergwerk in Heilbronn bis zur Anilin nach Ludwigshafen verfolgt. Und es geht dabei nicht um ein paar Päckchen Speisesalz für die Kantine, sondern um hunderttausende Tonnen Steinsalz vornehmlich für die Chlorproduktion. Das ist durchaus mal einen Beitrag wert. Und ich muss schon sagen: das war mal wieder so eine Reportage, wie ich sie mag. In Ecken reinspitzeln, die sonst niemand zu sehen bekommt, genug Produktionszeit für einen Dreh haben, kreativ schneiden und vor allem so viel Sendezeit für den Film bekommen, dass man nicht das Gefühl hat, sich selbst irgendwie beschnitten zu haben. Und ich hoffe natürlich, dass für Euch beim Ansehen auch ein bisschen was rüberkommt – und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass Salz nicht nur für die Suppe taugt.

Und wie es sich für eine größere Produktion gehört, haben wir auch ein paar Making-of-Fotos gemacht, nicht seeehr spektakulär, aber eben ein Blick hinter die Kulissen.


Created with Admarket’s flickrSLiDR.

Sonnenuntergang

July 19th, 2008
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Der Blick über die Metropolregion Rhein-Neckar heute Abend.

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Sprit-Spitzen

July 19th, 2008

Es gibt ihn wieder – den Tankwart. Relikt aus den frühen Tagen des Autmobilismus, verewigt in Heinz-Erhardt-Filmen der 60er Jahre. Heute baute er sich vor mir auf:

Herzlich Willkommen bei Shell. Womit darf ich Ihren Wagen betanken? Voll?

Er kam aus dem Nichts. War plötzlich da. Eine Service-Attacke aus dem Nirvana. Blitzgedanke: “Wo ist hier der Haken?” Auf den ersten Blick keinen entdeckt… Also gebe ich meine Bestellung auf, werde bedient und gebe mich damit um Längen souveräner als meine Nachfolgerin an der Zapfsäule, die von der Situation offenbar völlig überfordert ist und antwortet: “Ähhh… ähh… isch nemm dann mol… ääh… Subba-Nomaal, nä?”

Nachdem ich bezahlt habe – immerhin fast 1,49 EUR pro Liter – überlege ich mir, was wohl der wahre Hintergrund von Shells neuer Höflichkeit ist. Sicherlich nicht eine plötzlich entdeckte Menschenliebe. Ich erinnerte mich an Meldungen wie diese oder diese: Der Benzinklau geht um.

Auch in meinem eigenen redaktionellen Alltag spielen Spritdiebstähle eine immer größere Rolle: Hier ein ausgepumpter Bagger, dort Diesel bei einem LKW abgezapft. Nachrichten dieser Art finden immer häufiger ihren Platz in den Polzeiberichten. Folgerung: Die Treibstoffpreise lassen offenbar früher lautere Menschen zu kreativen Dieben werden. Wer hätte in diesen Rekordzeiten nicht schon gerne mal die Säulen-Zeche geprellt? Einfach nur, weil die hohen Preise so unmäßig unfair erscheinen.

Und hier schließt sich der Kreis zum Shell-Tankwart, der nicht nur den Wagen befüllt, sondern zugleich den “Gelegenheits-Wegfahrer” durch seine schiere Präsenz von dem rebellischen Vorhaben abbringt: Schon ein verhinderter Spritklau am Tag macht den Service-Tanker bezahlt, so meine zugegebenermaßen sehr grobe Überschlagsrechnung. Und eben auch, dass er so nett nachfragt: “Darf ich noch nach Ihrem Ölstand sehen?” – um dann mutmaßlich den diagnostizierten Fehlstand im Antriebsaggregat per Direktverkauf von Schmiermittel zu beheben.

Also – Gutmenschen sind die Pächter von Shell wohl nicht von heute auf morgen geworden. Die Service-Offensive entspringt wohl eher der uralten Weisheit: “Aus Schaden wird man klug.”

Close to perfect

July 14th, 2008

Inmitten des aktuellen iPhone-3G-Hypes (Hallo Twitterkumpels und -kumpelinen, es sei Euch gegönnt!) bin ich heute mit meinem Samsung SGH-i600 Smartphone doch nochmal ‘ne ganze Ecke weitergekommen. als Vodafone-Dauerkunde bleibt einem ja auch nix anderes übrig, als sich ersatzzubefriedigen: Irgendwie hat Skype es geschafft, die Version 2.2 seiner Software für Windows Mobile-Geräte so hinzuzimmern, dass sie nun auch auf meinem Telefon (mit Win Mobile 6) völlig problemlos läuft.

Und wie! Bis auf Videofonie bietet die Software alle Features des PC-Clients. Dank HSDPA im Handy gehen sogar VoIP-Calls im 3G-Netz relativ störungsfrei über die Bühne – so zumindest die erste Erfahrung. Wie sich das im Alltagsbetrieb bewährt muss ich mal noch beobachten.

Ohnehin gut scheint die Performance in Verbindung mit WLAN zu sein. Was hier allerdings nervt, ist die geringe Akkuleistung des SGH-i600. WLAN- (wie übrigens auch HSDPA-) Betrieb ist ein wahrer Stromfresser, so dass der geneigte Power-User mit Daten-Online-Zeiten allein aufgrund der Standfestigkeit des Energiespeichers sehr rational und rationell umgeht. Ansonsten macht die problemlose Art der Konnektivität nämlich auch im iPhone-3G-Zeitalter richtig viel Spaß. So kommt meine Windows-Mobile-Kiste also doch noch “close to perfect”.

Mal eben durchschnaufen

July 12th, 2008

Hach.

Der Seufzer würde eigentlich ausreichen, um den heutigen Tag zu beschreiben. Es war der Tag der mündlichen Prüfungen. Alle happy, alles gut gelaufen. Soviel dazu. Abgehakt.

Am Mittag dann haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ein bisschen “fresh air snapping” betrieben: Papa und Sohn auf dem Fahrrad immer an der Bergstraße lang. Zwischendurch mal die Birne freipusten, ehe es in zwei Wochen in die zweite Klausurenrunde geht: Einmal Eisdiele und zurück. Und hey, was soll ich sagen? Nach knapp zwei Wochen hinterm Schreibtisch sieht die Welt da draußen doch irgendwie ganz bunt aus. Bunter als sonst jedenfalls, hatte ich den Eindruck. Fazit des Nachmittags: Das Eis war lecker, die geklauten Johannisbeeren sauer, die Pflaumen noch nicht reif – awwer schee is do halt doch, gell. Wie g’saat: Hach.

Neuer Horror: “Der weiße Schwan”

July 10th, 2008

Sorry, aber: Baden-Württemberg ist Provinz. Wir schreiben Sternzeit 20080710, Logbuch im Sommerloch: Der Schwan ist los. Wo andernorts auf dieser Welt mindestens mal weiße Haie die Küsten unsicher machen, Surfer anknabbern und Horrortiger auf Menschen losgehen haben wir… einen Schwan. Den weißen Schwan vom Bodensee: “Iwan, den Schrecklichen”. Der SWR fährt die Meldung in den Hauptnachrichten: “Der Problemschwan kehrt zurück”. (EDIT: Der SWR hat seinen Artikel unterdessen geändert und fortgeschrieben!)

Von der Feuerwehr ausgesiedelt ins Hinterland, macht er sich zur Stunde mit seiner Familie auf den Weg zurück in seine Heimat nach Überlingen. Sicherheitskräfte beobachten den Bösewicht aus der Ferne. Sie wollen Iwan in Ruhe lassen, so er sich denn benimmt und nicht wieder Rentner in Angst und Schrecken versetzt. Andernfalls…

Erinnerungen an Problem- und Schadbär Bruno werden wach, ebenso an sein tragisches Ende. Nun hat Iwan Kinder, eines fehlt sogar schon, steht zu lesen. Der Stoff, aus dem Emo- (nicht Emu-…) Geschichten sind. Stories mit “Swany Touch”. Ein Schicksal im Sommer 2008.

Néo? Bin ich gerne.

July 9th, 2008

Mit einem Dank an das Reizzentrum, das mich heute auf diesen lustigen Test gebracht hat: Welcher Filmheld bist Du?

Manche der angebotenen Charaktere sind so “naja”-erstrebenswert, andere finde ich schon spannender. Und wenn ich mir vorher aus dieser Auswahl einen hätte aussuchen dürfen, wäre ich gerne Néo gewesen. “Matrix” hat mich seinerzeit fasziniert, und bis heute wirkt in mir die in der Trilogie gegebene Definition von “Déjà-vu” nach: “It comes when they change something”. Im aktiven Sprachgebrauch unter Freunden gibt es auch immer noch den Begriff von der “Matrixverschiebung”: Wenn irgendetwas unerklärbar, unglaublich, außer der Reihe läuft und man einen Moment braucht, die Dinge wieder einzuordnen oder zusammen zu puzzlen, dass sich wieder ein stimmiges Bild ergibt.

Wie auch immer: die Art und Weise wie Néo die Kollegen Smith in den Griff bekam hat mir gefallen. Auch seine Gelassenheit, Dinge auf sich zukommen lassen zu können, um dann aber um so entschiedener zu handeln. Néo ist nicht immer völlig überzeugt von sich, er zweifelt und lässt es zu. Aber er spürt, dass in ihm eine Kraft wohnt, die ihn nicht verlässt, wenn er sie braucht. Guter Typ, irgendwie. Und auch wenn der Test bar jeder tiefenpsycholgischer Relevanz ist – das Ergebnis hat mich schon gefreut. Zumal, Ihr werdet es sehen, das Ergebnis bei der Beantwortung der Fragen nicht vorhersehbar ist.

Néo (Matrix) : 75%
Hannibal Lecter : 74%
Indiana Jones : 73%
James Bond : 73%
Maximus (Gladiator) : 70%
Forrest Gump : 69%
Jim Levenstein (American Pie) : 69%
Tony Montana (Scarface) : 69%
Batman / Bruce Wayne : 68%
Eric Draven (The Crow) : 67%
Yoda (Star Wars) : 66%
Schrek : 61%

Neues RNF.DE ist online

July 4th, 2008

Seit heute ist die Website des Rhein-Neckar Fernsehens unter www.rnf.de offiziell gerelauncht.

RNF.DE

Wichtigste Neuerung ist zum einen ein Video-Portal, in dem die Besucher der Seite Beiträge aus TV-Sendungen der vergangenen Tage noch einmal sehen können sowie eine regionale Community, in der die User u.a. Videos selbst uploaden können. Im Lauf der nächsten Wochen wird sich das Feature-Set noch erheblich durch Foto-Alben und Foren erweitern.

Eine weitere Neuerung ist der Corporate Blog unter blog.rnf.de, der in diesen Sommermonaten vorrangig vom Team der RNF-Sommertour genutzt wird.

Realisiert wurde das Projekt von ekaabo, dem Team um Marco Ripanti.

Hier die gemeinsame Pressemitteilung von heute:

Rhein-Neckar Fernsehen startet Video-Portal und Online-Community

Mit einem umfassenden Video-Portal und einer Online-Community präsentiert sich ab sofort das Rhein-Neckar Fernsehen. Ziel ist es, die Menschen in der Metropolregion noch enger zu vernetzen und den Nutzern weltweit die Möglichkeit zu geben, das Geschehen in der Region unmittelbar zu erleben. Auf der völlig neugestalteten Internetseite www.rnf.de gibt es nun die ganze Metropolregion Rhein-Neckar in Bild und Text und zusätzlich viele interaktive Angebote. So sind nicht nur alle Videos des Regionalmagazins RNF LIFE online abrufbar, sondern auch Beiträge aus anderen Sendereihen. Der virtuelle Griff ins umfangreiche Programmarchiv erlaubt auch den Blick auf Beiträge zurückliegender Sendungen.

Mitglieder der RNF-Community können die Informationen der Redaktion ergänzen, kommentieren und eigene Neuigkeiten einstellen sowie bewerten. Auch das Einstellen von Bildern und Videos ist nun möglich: Ungewöhnliche Schnappschüsse, Augenzeugen-Videos, Handy-Bilder – Kurioses, Dramatisches, Einmaliges – alles findet seinen Platz bei RNF, wobei die Redaktion darauf achtet, dass die medienrechtlichen „Spielregeln“ auch im interaktiven Miteinander nicht verletzt werden.

“Sicherlich sind viele Leute bereits über unterschiedliche Tools vernetzt. Die RNF-Community soll ihnen jedoch auf regionaler Ebene die Chance geben, alles unter einer Oberfläche zu haben. Das ist in dieser Breite einmalig in der Metropolregion Rhein-Neckar“, erklärt RNF-Moderator Ralph Kühnl das Community-Projekt. „Mit dem Anschluss unserer neuen Web-Services hört Fernsehen auf, ein Einbahnstraßenmedium zu sein. Die Zuschauer bekommen nun einen direkten, ständigen Zugang zu ihrem regionalen Fernsehsender“. Die Online-Community ist damit die ideale Ergänzung zum Fernsehprogramm des Privatsenders.

“Endlich bekommt die Region Rhein-Neckar eine eigene Community. Da ich selbst hier wohne und arbeite ist meine Begeisterung für diese regionale Community sehr groß. Ich kann mir keinen besseren Betreiber als das Rhein-Neckar Fernsehen für dieses Projekt vorstellen. Ich bin stolz, dass meine Internetagentur mit der Realisierung beauftragt wurde.“, freut sich Ekaabo-Geschäftsführer Marco Ripanti.

Das Rhein-Neckar Fernsehen ist der älteste private Regionalsender in Deutschland und berichtet seit mehr als 20 Jahren aus dem Dreiländereck Baden-Hessen-Pfalz. Die ekaabo GmbH, Weinheim, entwickelt spezialisierte Online Communitys für individuelle Zielgruppen.

Termin bei Bundespräsident Horst Köhler…

July 2nd, 2008
…im Garten von Schloss Bellevue (Video)

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Berliner Unterkunft: Feng Shui 2.0?

July 1st, 2008
Bis morgen bin ich in Berlin im ‘The Mandala‘ untergebracht, einer ziemlich noblen Herberge direkt am Potsdamer Platz. Von aussen ist es nicht unmittelbar erkennbar, es verbirgt sich – fuer Berlin-Kenner – hinter dem grossen Cinemaxx-Schild. So alles in allem ist das hier eine ziemlich loungige und fernöstlich anmutende Angelegenheit. Und was mich besonders beeindruckt: In der Zimmermappe steht, dass es hier spezielle Gerätschaften gibt, die schädliche Wellen von Handies, Computern etc. durch entsprechende Gegenwellen neutralisieren, so nach dem Interferenzprinzip irgendwie. Fachterminus: “Physikalische Raumentstörung”. Da fragt sich der ländliche Kirscheplotzer: Ist das Feng Shui 2.0?

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