FlipCam im Redaktionseinsatz

via rnf.de

Auf dem Videocamp in Essen haben wir bereits darüber diskutiert: Eignet sich ein Funprodukt wie die FlipCam im Ausnahmefall auch als Aufnahmegerät für Nachrichtenbeiträge im Fernsehen? Am Wochenende kam es zur Feuertaufe: Ein Straßenbahnunfall in meinem Wohnort – weit und breit keine professionelle Kamera in der Nähe. Der Vorfall war fürs Regionalfernsehen durchaus berichtenswert: Wenn eine der Haupt-Straßenbahnlinien in der Region durch einen Unfall für längere Zeit ausfällt, dann kann man da ein paar Sekunden Bilder zeigen. So man sie denn hat. Ich habe also mit der Flip einige Einstellungen gedreht, die wir dann auch im Regionalmagazin gesendet haben. Ich denke, mit ein bisschen Übung (so eine kleine Kamera wackelt in der Hand halt doch wie ein Kuhschwanz…) und in Kenntnis der Fähigkeiten und Limitierungen der Kamera können ganz passable Aufnahmen entstehen – das hat der aktuelle Fall belegt.

Schade ist nach wie vor nur, dass das eigentlich hochwertige Aufnahmeformat der Flip nicht so recht mit dem Sendebetrieb harmoniert: Die Clips der Flip (HDV, 30 Vollbilder pro Sekunde) müssen in das vergleichsweise banale und technisch ältere Sendeformat (DV-PAL, 50 Halbbilder pro Sekunde) konvertiert werden, was – wenn es einigermaßen ruckelfrei aussehen soll – einem MacBookPro immerhin eine Rechendauer von ca. 1 Stunde für 45 Sekunden Beitrag abverlangt. Zeitersparnis kann natürlich jederzeit mit Qualitätsverlust erkauft werden, keine Frage. Andererseits jedoch gilt gerade im Regionalfernsehen: Je mehr Bilder von unterschiedlichen Ereignissen es gibt, um so höher ist der Informationswert für den Zuschauer; da kann eine kleine FlipCam, die bei unplanbaren Ereignissen einfach schnell zur Hand ist, gute Dienste leisten – und dann lohnt sich auch der Rechenaufwand.

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“Warum nun eigentlich Twitter?”

Die Frage ist für all jene, die aktiv twittern, eh’ irrelevant. Und diejenigen, die nicht twittern, von Twitter zu überzeugen, ist eh’ schwer. Muss ja niemand, der nicht will. Ich stehe immer noch zu einem Satz, den vor langer Zeit mal geschrieben habe:

“Twitter ist wie Abseits: Man kann es nicht erklären, aber wenn man drinsteht, weiß man sofort wie es sich anfühlt.”

Und dann mag man es eben oder nicht. Neulich bin ich nun über einen Kommentar von Sascha Lobo zu diesem Thema gestolpert, an dem ich kurz anknüpfen möchte, um ihn noch weiter zu illustrieren. Das Bild, das ich gerne verwende, um Twitter zu erklären, ist das von der Kaffee-Ecke im Unternehmen oder der Küche bei der Party: Informationen informeller Art werden in der Kaffee-Ecke ausgetauscht, und die eigentliche Party steigt seit jeher in der Küche. Da erfährt man, was wirklich passiert. Es gibt viel Chit-Chat, aber eben auch viel Relevantes. Oder nochmal aufs Unternehmen gemünzt: Es gibt hier interdisziplinäre Kommunikation, hierarchiefreie Kommunikation. Vertraulichkeiten ohne Verbindlichkeiten. Sicherlich gibt’s hier manchmal auch Politik, Gerüchte, Indiskretionen; oft aber ist die Kaffee-Ecke das eigentliche “Schwarze Brett” des Unternehmens. Nicht zuletzt entstehen gerade in der gelösten Atmosphäre der “Meeting Zone” kreative Zirkel – spontan, ungeplant – und entwickeln neue Ideen. Ich habe Unternehmen kennengelernt, die diese Art des Arbeitens nachgerade kultivieren, die die “Meeting Zone” als “Working Zone” definieren, schnieke Möbel, W-Lan und Kaffee-Vollautomaten zur Verfügung stellen und das Arbeiten im Firmen-Café so fördern – weil sie ahnen, dass dabei Zählbares herauskommt.

Ein bisschen so ist auch Twitter, wie auch Sascha Lobo es sagt: ein Platz des Austauschs, der Empfehlung, der Zerstreuung. Ich hole mir da Inspiration, Amusement und durchaus auch ernsthafte Information, insbesondere auch professioneller Natur: Nie war es so leicht wie in Zeiten von Twitter die Nachrichtenlage im Blick zu behalten, Themenströme zu erkennen, ihre Reflektion durch die Redaktionen zu verfolgen. Andererseits gebe ich der Timeline selbst Input – das System beruht auf Geben und Nehmen, wie im “richtigen Leben” (als ob twittern unrichtig wäre…) auch: Sagst du mir was, sag ich dir was; so läuft’s doch. Twitter ist ein Instrument, das einen durch den Tag begleitet. Ob der Offline-Teil des Lebens darunter leidet, soll jeder selbst entscheiden. Meiner tut’s nicht; im Gegenteil, Twitter hat ihn bereichert. Ich lese mehr Information und mehr Meinung als früher. Und dadurch ist im Offline-Teil des Lebens mein Tellerrand ist niedriger geworden, der Blick darüber hinaus leichter.

Und wenn auf Twitter auch manchmal Säue durchs Dorf getrieben werden: Man muss ja nicht jeder nachlaufen. Würde man in der Kaffee-Ecke ja auch nicht.

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Followermanagement by “Tweepi”

Ziemlich lang habe ich nach einem Tool gesucht, das mir zuverlässig Informationen über meine Twitter-Follower und -Verfolgten gibt und das mir gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, per Tickbox zu un-/followen.

Tweeple macht das ziemlich perfekt. Heute hab’ ich zunächst mal das gemacht, was ich schon lange wollte: Inaktive Verfolgte herausgefiltert und entfolgt. Inaktiv bedeutet für mich, dass zwei Monate kein Tweet mehr kam – das waren bei mir nur gut fünf Prozent der Verfolgten. Rund 80% der Leute, die ich lese, sind fast täglich bei Twitter aktiv – das deckt sich mit meinem zuvor nur subjektiven Eindruck eines sehr heterogenen, kommunikativen und angenehmen Verfolgtenfeldes. Klar – sonst hätte ich Euch ja nicht auf der Liste. ;-) Also: “Tweepi” – bei mir ab sofort in den Bookmarks.

Tweepi :: a geekier, faster way to bulk add quality followers.

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Heute in der Kantine: Wurstsalat mit Lottozahlen.

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Chinesische Weisheiten – Teil III: Das Ding mit der Meinungsfreiheit

China ist ja schon kompliziert. Und sobald die Rede auf Meinungsfreiheit, Informationsrechte und ähnliches kommt, ist man sehr nahe daran, sich den Mund zu verbrennen. Weil dieser Themenbereich eben unglaublich sensibel ist und schnell hitzige Diskussionen heraufbeschwört. Ich versuche trotzdem ein paar Eindrücke dazu zu formulieren – allein aus der subjektiven Sicht der vergangenen Tage.

In China wird zensiert. Völlig klar. Während meines Aufenthalts im Reich der Mitte kochte der Streit mit Google gerade so richtig hoch. Aber man kann nicht sagen, dass dieser Streit in der Berichterstattung der chinesischen Medien totgeschwiegen worden wäre. “China Daily” etwa, ein regierungsnahes Blatt in englischer Sprache, berichtete auf Seite 1 ausführlich darüber, dass Google künftig nur noch unzensierte Such-Ergebnisse auf google.cn anbieten will und dass es erwägt sich aus China zurückzuziehen, sollte das nicht möglich sein. Auch der Aufhänger für die Google-Offensive wurde genannt: Es habe einen Angriff aus China auf “Googles geistiges Eigentum” gegeben; dabei wurden Auszüge aus Googles Blogpost zitiert. Geflissentlich weggelassen wurde in dem Artikel der Verweis auf die Textstelle, in der die Rede davon ist, dass vor allem Gmail-Accounts chinesischer Menschenrechtler das Ziel des Hacker-Angriffs waren:

Second, we have evidence to suggest that a primary goal of the attackers was accessing the Gmail accounts of Chinese human rights activists.

Das erfuhr der “China Daily”-Leser nicht. Dafür aber gab es durchaus das Statement eines staatlichen Offiziellen zu lesen, der sinngemäß sagte: “Natürlich zensieren wir das Internet. Wir wollen pornografisches Material sowie Gerüchte von der breiten Masse fernhalten. Dazu erscheint der Regierung Zensur als das richtige Mittel.” Ende der Durchsage. Mit anderen Worten: Die chinesische Regierung macht keinerlei Hehl daraus, dass sie der Bevölkerung Informationen vorenthält. Ich wage nicht einzuschätzen, inwieweit dies auf Zustimmung oder Ablehnung in der breiten Masse der Bevölkerung stößt. Auch in persönlichen Gesprächen z.B. mit Übersetzern habe ich mir dazu keine abschließende Meinung bilden können.

Jedenfalls ist es aber nicht so, dass in China eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema nicht möglich wäre: So ist etwa die weiter unten verlinkte “South China Morning Post” als gedruckte Ausgabe in den Metropolen frei verfügbar, im Hotel liegt sie ohnehin aus, und diese in Hong Kong produzierte Zeitung geht mit der Regierung regelmäßig harsch ins Gericht – und dort war die Google-Story denn auch in vollem Umfang zu lesen.

Um Opfer der Zensur zu werden, muss man im übrigen nicht sehr weit surfen: Vom Hotel-Netzwerk aus waren Twitter und sämtliche seiner Web-Clients (Seesmic, HootSuite, Brizzly u.a.), Facebook, identi.ca, Plurk und viele weitere soziale Netzwerke nicht erreichbar. Der Austausch von Information “One-to-many” wird also unterbunden. Dagegen waren Gmail und deutsche Nachrichtenseiten völlig problemlos nutzbar. Im Hotel liefen “CNN Asia” und “Deutsche Welle” wie selbstverständlich im TV – eine komplette Unterbindung von Information findet also nicht statt.

Nun war ich ja sehr durchsichtig als Berichterstatter im Land; zwar mit schlanker Ausrüstung, aber durch professionelles Equipment durchaus als TV-Journalist identifizierbar. Interessiert hat das aber niemanden. Die Zeiten, in denen man sich nicht frei bewegen konnte oder den Rat bekam Kameras zu verstecken, sind vorbei. Wir konnten völlig frei vom Hotel aus mit dem Taxi fahren, wohin wir wollten und reden, mit wem wir wollten – obwohl der Stadtregierung bekannt war, dass sich in der Mannheimer Delegation Journalisten im Anhang befanden. Wir wurden nett und zuvorkommend behandelt, und als die Airline eine Tasche mit Tapes und Licht-Equipment verdummbeutelte, besorgte man mir sogar vom lokalen TV-Sender völlig unbürokratisch und kollegial Ersatz. Ich konnte meine Beiträge schnell und ungebremst vom Hotel aus via High-Speed-Internet nach Deutschland absetzen. Ob eine Kopie meiner Beiträge auf diesem Weg unbemerkt direkt an eine Zensurstelle durchgereicht wurde – keine Ahnung. Entsprechende Geschichten werden ja gerne kolportiert; ich habe keinen Anhaltspunkt dafür entdecken können. Wie gesagt: Mag sein, dass Kollegen, die häufiger über China berichten und offiziell als Journalisten dort akkreditiert sind, andere Erfahrungen gemacht haben – meine Beschreibungen sind subjektiv.

Auch der Besuch von Außenminister Guido Westerwelle war Thema in der “China Daily”. Der Artikel räumt ein, dass Westerwelle die Situation der Menschenrechte in China weit oben auf der Agenda hatte und diskutiert chinesische Reaktionen darauf. Es heißt, grundsätzlich hätten sich die deutsche und die chinesische Seite darauf geeinigt, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des jeweils anderen einzumischen. Höflich, bestimmt, eindeutig – so nennt man das wohl. Und dann lässt der Artikel “lokale Medien” sagen: Eine veränderte deutsche Haltung zu Menschenrechten, Tibet etc. könne Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Beziehungen haben. Worauf der frühere chinesische Botschafter in Berlin sich bemüßigt fühlt zu relativieren: China sei immer offen für einen Dialog in Bezug auf den Umgang mit den Menschenrechten im Land. Also – viele Worte, eindeutige Botschaft: “Haltet euch raus.”

Mein Eindruck ist, dass China offener ist als noch vor Jahren, als ich zum ersten Mal dort war. Die Menschen geben sich lockerer und gleichzeitig kritischer mit ihrem eigenen Land. Der Grad der staatlichen Regulierung und Kontrolle ist dabei natürlich noch immer immens hoch – zu hoch, für unser westliches Empfinden. Dennoch scheint sich das Land zu mühen innerhalb eines großzügiger werdenden Rahmens mehr und mehr Freiheiten zu gewähren. Spannend zu beobachten, wie weit das gehen wird.

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Chinesische Weisheiten – Teil II: iPhone-Geknipse

Mein Fokus beim Kurz-Trip nach China lag als Video-Journalist naturgemäß auf der Aufzeichnung bewegter Bilder. Deshalb habe ich nur zwischendurch immer mal und ziemlich unsystematisch auf die iPhone-Knipse gedrückt…

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Chinesische Weisheiten – Teil I: Willkommen im Club

China ist anders. Und dann auch wieder nicht. Eine Woche war ich dort, habe eine Delegation der Stadt Mannheim begleitet, die ihre Partnerstädte Zhenjiang und Qingdao besuchte, um neue Projekte zu besprechen und die Freundschaft zu beleben. Das offizielle Geschehen habe ich mehrere Beiträge gepackt, die täglich im Rhein-Neckar Fernsehen gesendet wurden – ich habe sie vor Ort gedreht, geschnitten, vertextet und dann per FTP zum Sender übertragen. Von chinesischer Seite gab es da übrigens keinerlei Restriktionen. Ich konnte mich mit der Kamera völlig frei bewegen, Interviews führen, Fragen stellen; und auch die Übertragung nach Deutschland wurde nicht behindert. Im Gegenteil: Die Übertragungsraten lag konstant bei bis zu 4 Mbit/s – damit lässt sich schon was anfangen.

Abseits des offiziellen Programms hab’ ich einige Dinge erlebt, die sich besser bloggen lassen als dass sie sich zur journalistischen Berichterstattung eignen – die findet Ihr jetzt hier, in loser Folge, heute beginnend mit der Geschichte eines Club-Besuchs in Qingdao, einer früheren deutschen Kolonie, in der Deutsche auch heute noch mit großer Sympathie aufgenommen werden (Wikipedia-Link). Heute ist Qingdao eine Acht-Millionen-Metropole am Meer, zweitgrößter Seehafen des Landes, eine Flugstunde von Beijing entfernt, Wettkampfort der olympischen Segelwettbewerbe 2008. Eine Stadt im Aufwind, weltoffen, modern, prosperierend. Wer mit einer “klassischen” Vorstellung von China im Kopf hierher kommt, erlebt einen Kulturschock: Fahrräder gibt’s keine mehr, dafür um so mehr Porsche Cayenne und Audi Q7. Die Garküchen sind Pizza Hut, Starbuck’s und KFC gewichen, Lebensmittel werden hier bei Carrefour gekauft, Klamotten gibt’s in der globalisierten Shopping Mall. Wären nicht irgendwo dann doch chinesische Schriftzeichen, Downtown Qingdao könnte auch in den USA, Australien oder irgendwo in Europa stehen.

Die Skyline von Qingdao (zum Vergrößern klicken)

In Qingdao gibt es durchaus so etwas wie eine Oberschicht, die erklecklich viel Geld verdient; das Durchschittseinkommen liegt dennoch nur bei etwa 1800 RMB, also etwa mehr als 180 Euro – das reicht nicht für den “westlichen” Lebensstil, in dem die Preise nur geringfügig unter unseren in Deutschland liegen. Ein “Big Mac” etwa kommt auf umgerechnet 2,80 EUR – das ist, gemessen am Einkommen, teuer. Und doch steht Westliches hoch im Kurs.

Zum Beispiel die brandneue “Ye Chao Bar” im neuen Szeneviertel Qingdaos: Ein Club, der hierzulande für Furore sorgen könnte. Edelst eingerichtet, Kronleuchter an der Decke im Kontrast mit Scannern und einer Video-Wall, dazu eine Sound-Anlage, die keine Wünsche offen lässt. Eine reizvolle chinesisch-westliche Mélange, stilvoll, individuell. Alles super also. Auch die Musik-Auswahl des DJs hatte einiges für sich. Was ihn aber trieb, kurz vor Mitternacht ausgerechnet einen deutschen Song zu spielen, noch dazu diesen, das blieb sein Geheimnis:

Die Chinesen jedenfalls gingen dazu ab ohne Ende. Irgendwo eingebettet zwischen Lady Gaga und R’n'B waren die Zipfelbuben der Kracher dieser Nacht. Vielleicht, weil uns dieses Faktum die Lachtränen in die Augen trieb und wir so beste Laune an alle Umstehenden weiterreichten, lud uns der Besitzer des Clubs auf eine Flasche Schampus ein. She-she!

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Weihnachtsbaum auf Speed

Andere Nationen, andere Geschmäcker. Oder so. Der nette chinesische Import-Export-Händler von nebenan gibt seiner Freude über die Geburt des Jesukindes und den bevorstehenden Jahreswechsel nach europäisch-christlicher Zeitrechnung jedenfalls ziemlich bunt Ausdruck. Er tut sich dabei aber nichtmal die Arbeit an, einen bestehenden Baum mit Millionen LEDs zu schmücken – nö, das Ding kommt offenbar direkt aus der Box. Ein Kunstbaum sozusagen. Ein Instant-Leuchtungetüm. Ein explodierter Regenbogen. Bisschen schade, dass in dem Video die Farben nicht so dolle rauskommen. Vor Ort und real betrachtet bekommt man durchaus die Furcht, dass gleich eine Boeing 747 in der Hofeinfahrt landen könnte… (weisse, nä, Stenkelfeld, is klar…)

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“Last Christmas”-Hasser? Egal. Kukkbefehl!

Jedes Jahr dasselbe: Wenn “Last Christmas” zum ersten Mal wieder im Radio läuft, lege ich die Ohren und hoffe, dass es bald wieder vorbei geht. Ein-, zwei Mal pro Saison ist ok, aber dann muss es gut sein. Jetzt habe ich via @dhrac dieses Video entdeckt – und ich finde es abgefahren super! Einfach gigantisch. Schaut’s Euch an, dann wisst Ihr warum. In diesem Sinne: MERRY CHRISTMAS!

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Leute, Leute, Leute

Heißes Thema beim Videocamp in Essen: Die FlipCam. Auch, weil Flip als Sponsor da war und Dutzende Leihgeräte zur Verfügung stellte; primär aber, weil all die videoaffinen Menschen mit der Flip die Chance sehen, ohne großen Aufwand hoch auflösende Bewegtbilder herzustellen. Das Konzept ist verführerisch: Einschalten, roten Knopf drücken, aufnehmen. Die Kamera braucht keine Zeit zum Hochfahren, hat auch keine Einstellungsmöglichkeiten – sie macht einfach das, was sie soll: sie nimmt Video auf. Damit bekommt sie die volle Punktzahl in der Kategorie Usability; auch deshalb, weil sie alle wichtigen Tools onboard hat: USB-Dongle und Software sind in die Cam integriert; wer einen Mac oder PC hat, braucht sich um die Installation keine Gedanken zu machen. Die Software selbst ist intuitiv: Bilder werden getrimmt und per Drag & Drop aneinandergefügt. Die Software setzt automatisch Blenden, legt Musik unter oder über die Bilder – der Film wird gerechnet, Upload – fertig. Das Ganze liefert einen hohen Fun-Faktor, nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch und ist damit ideal für Menschen, denen Video früher immer zu kompliziert war. Die Einfachheit der Kamera erkauft man sich allerdings mit einer nicht festellbaren Blende, einer festen Brennweite (die ein nicht allzu weitwinkliges Bild liefert) und dadurch bedingt wenigen Variationsmöglichkeiten bei der Aufnahme. Aus meinen Testshots ist folgender kleiner Clip entstanden mit vielen Leuten, Leuten, Leuten auf dem Videocamp:

Spannend für mich als Fernsehjournalisten ist darüber hinaus allerdings die Frage, ob die Flip als “Immerdaheihabkamera” taugen könnte, im ganz aktuellen Fall sendefähige Bilder zu drehen, die spannende Einstellungen einfangen könnte, bis eine “richtige” Kamera angerückt ist. Dem steht auf den ersten Blick entgegen, dass die Flip 30 Bilder in der Sekunde progressiv dreht; Fernsehen in Deutschland aber mit 50 Halbbildern pro Sekunde läuft. Die üblichen Konvertierungsmethoden liefern da noch keine 100-prozentig befriedigenden Ergebnisse. Dennoch lohnt es sich, noch ein bisschen weiter auf der Idee herumzudenken: Die Flip liefert als Kamera in Handygröße tolles Rohmaterial, Tiefe, ausdrucksstarke Farben – grundsätzlich also sendefähig, wenn es einen praktikablen Workaround gibt.

Zum Abschluss noch ein Wort zum Videocamp selbst: Ich habe zum ersten Mal ein Camp in Essen erlebt und bin sowohl von der Orga (Dank an Stefan, Evy et al.) als auch vom Unperfekthaus begeistert. Die Teilnehmerzahl am Camp war nicht allzu hoch, dafür war die Community sehr kompetent, heterogen und diskussionsfreudig in alles Fragen rund um Video. Mir hat’s Spaß gemacht, ich habe viele neue Ideen, Fakten und Inspiration mitgenommen. Und ‘ne FlipCam. Denn: Die hab ich gewonnen. Klasse.

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